Conneforde - Horst Osterloh sagt es deutlich: „Das Wichtigste ist die Eigensicherung“. Der 1. Gruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Spohle erklärte den jungen Feuerwehrmännern aus den Einheiten Wiefelstede und Spohle am Montagabend am Baggersee beim Flugplatz Conneforde, dass es zu rettenden Personen, die ins Eis eingebrochen sind, nichts nützt, wenn Feuerwehrleute selbst in Gefahr geraten. Erstmals übten die Wehren gemeinsam mit der DLRG Wiefelstede im Beisein vom Gemeindebrandmeister Heiko Bruns die Rettung von ins Eis eingebrochenen Personen – auch mit Hilfe eines Schlauchbootes.

Das Boot ist seit langem Teil der Ausrüstung der Spohler Wehr – angeschafft, nachdem am selben See vor vielen Jahren ein Großvater und seine beiden Enkelkinder ins Eis eingebrochen und gestorben waren, wie Osterloh erzählt. Die Eisrettung ist Teil der Grundausbildung für junge Feuerwehrleute – und mit dem vom Ufer aus gesicherten Boot können sich die Retter aufs oder durchs Eis hin zum Opfer bewegen. Ist das Eis stark genug, das Boot zu tragen, dann bewegen sich die Spohler mit Hilfe eines langen, spitzen Metallstabes staksend über die Eisfläche – Aktionen, die im Sommer natürlich nicht trainiert werden können. Die DLRG mit ihrem Vorsitzenden Mario Schaeffer sowie den Ausbilderinnen Birthe Meidl und Karin Jehle gab den Feuerwehrleuten jedoch wichtige Hinweise, wie die Retter ein Opfer sichern können, um es schnell an Land zu bringen. Auch Tipps zur Wiederbelebung wurden gegeben – Dinge, die eben auch im Sommer geübt werden können. Dass das vom Ufer aus gesicherte Boot mit dem zu Rettenden im Schlepptau viel schneller an Land geholt werden kann, wenn die Retter am Ufer mit dem Seil loslaufen, anstatt es durch die eigenen Hände zu führen, zeigte die Praxis schnell. Wie hatte Osterloh am Ufer zuvor erklärt: „Das Boot fliegt geradezu hierher“. „Wir haben viel von der DLRG gelernt“, zeigte sich der Gruppenführer denn auch zufrieden. Die DLRG hat bereits angeboten, im Wiefelsteder Freibad auch im Winter einmal mit der Feuerwehr zu üben.