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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Borkum im Alarmzustand

04.01.2019

Borkum /Den Helder /Bremerhaven Nach der Havarie eines der größten Containerschiffe der Welt in der Nordsee taucht immer mehr Treibgut an friesischen Stränden auf, darunter auch Gefahrenstoffe. Bei den niederländischen Wattenmeer-Inseln Vlieland, Terschelling und Ameland wurden laut der niederländischen Küstenwache mehr als 20 Container entdeckt. Deutschland blieb zunächst verschont. „Bisher wurden an der deutschen Nordseeküste keine Container der ,MSC Zoe‘ angespült“, sagte der Sprecher des Havariekommandos in Cuxhaven am Donnerstagnachmittag.

Grundsätzlich warne man aber davor, am Strand gefundene Container, Containerteile oder Gegenstände zu berühren, ergänzte das Havariekommando. Besondere Wachsamkeit herrscht in Deutschland an der ostfriesischen Küste, für die Insel Borkum gilt eine Warnmeldung. „Wir beobachten die Strände permanent“, sagte Borkums Bürgermeister Georg Lübben im Gespräch mit der NWZ. Am Donnerstagmorgen sei man darüber informiert worden, dass ein Container eine Seemeile vor Borkum gesichtet worden sei sowie ein weiterer 2,5 Seemeilen vor der Insel. Man stehe in Kontakt mit den zuständigen Behörden.

Der Riesenfrachter „MSC Zoe“ hatte in der Nacht auf Mittwoch auf dem Weg vom belgischen Antwerpen nach Bremerhaven rund 270 Container in stürmischer See verloren. „Bisher können wir bestätigen, dass maximal drei Container mit Gefahrgut über Bord gegangen sind“, sagte ein Sprecher des Havariekommandos in Cuxhaven am Donnerstagnachmittag. „Diese Container wurden noch nicht gefunden.“

Die MSC Reederei hat eine Firma beauftragt, mit Spezial-Schiffen nach den von Bord gespülten rund 270 Containern zu suchen. Die Spezialschiffe sind mit Sonar ausgerüstet.

Auch für den Schiffsverkehr stellen die Container ein Risiko dar. „In der Nacht war das Ems-Fahrwasser westlich von Borkum vorübergehend gesperrt“, sagte ein Sprecher des Havariekommandos.

Die Niederlande setzen für die Aufräumarbeiten an ihren Stränden die Armee ein. Angespült wurden unter anderem Auto-Ersatzteile, Möbel, Kühlschränke, Fernseher, Spielzeug, Plastik-Seifenspender und OP-Kleidung. An der niederländischen Wattenmeer-Insel Schiermonnikoog wurde ein Sack mit etwa 25 Kilogramm giftigem Puder entdeckt. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen Stoff aus der Gruppe der Peroxide, meldeten die Behörden der Provinz. Die Substanz werde nun untersucht. Tests sollen ergeben, welcher Stoff es genau ist.

Das Containerschiff legte laut Havariekommando in der Nacht zu Donnerstag in Bremerhaven an. Die Fahrt bis zum Containerterminal verlief ohne Zwischenfälle. Die endgültige Zahl der Container werde sich erst bei der dortigen Zählung herausstellen, sagte der Sprecher. Das könne einige Tage dauern. Das Cuxhavener Havariekommando hatte nach Rücksprache mit der Besatzung erklärt, dass mindestens einer der Container Gefahrgut enthalte – das in der Kunststoffproduktion eingesetzte Dibenzoylperoxid. Es kann im Extremfall bei großer Hitze explodieren.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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