Borkum - Spektakulärer Einsatz in stürmischer See: Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben am Montagnachmittag vor Borkum ein verletztes Crewmitglied von einem Fischkutter aufgenommen und in ein Krankenhaus geflogen. Der Fischer hatte sich bei einem Unfall so stark an der Hand verletzt, dass er dringend ärztlich behandelt werden musste.
Kurz nach 16 Uhr hatte sich der Fischer über Funk gemeldet, berichtet DGzRS-Pressesprecherin Antke Reemts. Während des Fischens war es auf dem etwa 16 Meter langen Kutter zu einem Unfall gekommen, ein an der Hand schwer verletzter Fischer musste dringend ins Krankenhaus. Der Kutter befand sich zu diesem Zeitpunkt mit zwei Mann Besatzung bei stürmischer See nördlich von Borkum.
Stürmische See erschwert Einsatz
Sowohl der Seenotrettungskreuzer Alfried Krupp sowie ein Hubschrauber der Northern HeliCopter GmbH wurden alarmiert. „Vor Ort stellte sich schnell heraus, dass die Abbergung mit dem Tochterboot des Seenotrettungskreuzers bei dem hohen Seegang zu risikoreich sein würde“, berichtet Antke Reemts.
Zunächst setzte der Hubschrauber per Winde einen Notarzt auf dem Fischkutter ab. Nach einer ersten Behandlung des Verletzten wurden er und der Arzt gemeinsam wieder aufgenommen. Schwere See mit über drei Metern Wellenhöhe sowie stürmischer Wind erschwerten die Manöver.
Der verletzte Fischer wurde in ein Krankenhaus geflogen. Seinem Kollegen gelang es, die Netze einzuholen und Greetsiel anzulaufen.
