Borkum - Dramatische Szenen haben sich in der Nacht zu Donnerstag in der Nordsee vor Borkum abgespielt. Um kurz nach Mitternacht waren die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) alarmiert worden: Zwei niederländische Segler hatten sehr starken Wassereinbruch gemeldet. In einer dramatischen Rettungsaktion konnten die beiden Besatzungsmitglieder samt einer Katze gerettet werden. Das galt jedoch nicht für die Yacht. Der Wassereinbruch war zu stark, das Boot sank. Die Yacht befand sich etwa zwei Seemeilen (rund vier Kilometer) nördlich von Borkum.

Laut Mitteilung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatten die Segler nach einem Zusammenstoß mit einem unbekannten Gegenstand S.O.S gefunkt. Die zuständigen Wachleiter alarmierten sofort die Besatzung des auf der Nordseeinsel stationierten Seenotrettungskreuzers „Alfried Krupp“.

Außerdem baten sie das in Eemshaven stationierte Seenotrettungsboot „Jan en Titia Visser“ der niederländischen Schwestergesellschaft KNRM sowie einen Such- und Rettungshubschrauber der Deutschen Marine um Unterstützung.

Kurz vor dem Eintreffen der Seenotretter waren bereits das deutsche Lotsenboot „Fresena“ und das niederländische Lotsenboot „Lyra“ vor Ort. Die Besatzung des letzteren rettete die Frau und eine Katze, der Mann wollte zunächst sein Boot nicht verlassen. Erst als die Seenotretter an der Unglücksstelle waren, stieg er auf das Tochterboot „Glückauf“ der „Alfried Krupp“ über. Die Segler sind unverletzt und wohlauf.

Hermann Gröblinghoff
Hermann Gröblinghoff Politikredaktion (Newsdeskmanager)