BRAKE - Die Durchsuchung des Schiffes scheiterte noch an Sand und Schlamm, die das Innere bedecken. Spezialisten begannen mit der Spurensicherung.

Um 5.20 Uhr traf der Schwimmkran „Samson“ am Dienstagmorgen mit der „Hoheweg“ am Haken in Bremerhaven ein. Kriminaltechniker der Polizei gingen als erste an Bord, um nach dem vermissten Braker Kapitän Sven Hullmann zu suchen. Es blieb zunächst bei einer Sichtkontrolle des Wracks, dass noch nicht komplett vom Sand und Schlamm befreit war und somit der Zugang zu etlichen Bereichen im Inneren nicht möglich war. Das Schiff wurde am Nachmittag vom Schwimmkran „Samson“ zum Trockendock der Bremerhavener Dockbetriebe (Bredo) im Fischereihafen verbracht.

Ebenfalls Interesse an der „Hoheweg“ bekundet die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (die NWZ berichtete). Auch sie war mit Spezialisten vor Ort. An Spekulationen über die Unglücksursache wollten sie sich nicht beteiligen. Zwei Monate, so rechnen die Experten, können die Ermittlungen in Anspruch nehmen. Sie setzen dabei auf Hinweise von „stummen Zeugen“ wie Uhren, Kreiselkompass und Geschwindigkeitsregler, die, so hoffen sie, auf den Werten stehen geblieben sind, die zur Unglückszeit angezeigt wurden.

Auch für das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Bremerhaven ist mit der Bergung die Arbeit noch nicht beendet, denn es gilt noch zu klären, wer die Bergungskosten letztendlich bezahlt. Hier müsse noch mit der Versicherung des Eigners Hullmann verhandelt werden. Erstmal sei der Steuerzahler in Vorleistung getreten.

WSA-Leiter Werner Kinkartz vermutet, das der Havarist nach Abschluss aller Untersuchungen zur „Endverwertung“ gebracht wird. Eigner Dieter Hullmann hatte zwischenzeitlich sein Recht am Eigentum aufgegeben, wodurch die Löschung im Schiffsregister möglich wurde. region