BRAKE - Sie sind außer Atem und verschwitzt, die vier Feuerwehrmänner haben gerade „die Strecke“ hinter sich gebracht und damit die praktische Prüfung des Atemschutzgeräteträger-Lehrgangs in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) absolviert. In den vergangenen zwei Wochen standen theoretische Unterweisungen und praktische Aufgaben auf dem Trainingsplan. Nach einer schriftlichen Prüfung folgte am Sonnabend dann die Praxis.

Die praktische Prüfung beginnt in voller Montur mit der Pulsmessung. Die Aufregung vor der Übung ist groß, der Puls entsprechend hoch.

Dann geht es in den Fitnessraum. Jeweils vier Feuerwehrleute bilden eine Gruppe und müssen sich im wahrsten Sinne des Wortes „abstrampeln“. Mit Gesichtsmaske und unter schwerem Atemschutz geht es aufs Fahrrad, müssen der Stepper bewegt und Treppen bestiegen werden, die Männer müssen auf dem Laufband laufen und Gewichte ziehen. Die Anstrengung wird bei vielen Feuerwehrleuten sichtbar. „Ist ja auch kein Wunder, denn in der Feuerwehrbekleidung entsteht ein großer Wärmestau“, erklärt Atemschutz-Ausbilder Manfred Böning.

Eine letzte Kontrolle der Atemluft und ab geht es „auf die Strecke“. Diese besteht aus einer Gitterboxenkonstruktion, die nahezu im Dunkeln liegt. Es wird dichter Rauch simuliert und die vier Feuerwehrleute müssen sich durch die Hindernisse bis zum Ausgang vorarbeiten. Dabei werden Lichtblitze in den Raum geleitet, das Radio dudelt auf voller Lautstärke, doch die Feuerwehrleute können kaum die Hand vor Augen sehen. Nachdem sie „die Strecke“ wieder verlassen haben, dürfen sie sich ihrer Masken und Atemschutzausrüstung entledigen und es erfolgt eine weitere Pulsmessung. Die letzte Kontrollmessung wird nach weiteren zehn Minuten vorgenommen.

Durch „die Strecke“ marschiert sind auch Benjamin Gramsch (19 Jahre) von der Freiwilligen Feuerwehr Südbollenhagen, Stephan Hauerken (20 Jahre) von der Feuerwehr Popkenhöge, Timo Huntemann (25 Jahre) von der Feuerwehr Hafenstraße und Martin Karkosch (26 Jahre) aus Berne-Weserdeich. „Es war total aufregend, aber man lernt auch seine Grenzen kennen“, meint Benjamin Gramsch. „Und der Schweiß fließt in Strömen“, fügt Timo Huntemann hinzu. „Der Lehrgang war ziemlich aufwendig und wir haben hier gelernt Ängste zu überwinden“, erklärt Martin Karkosch.