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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Die ganze Stadt ist geschockt

13.10.2017

Brake Schon wieder ein Polizeiaufgebot in der Kreisstadt an der Weser. Jedem ist klar, warum die Polizisten hier sind. Ein sichtbarer und schmerzlicher Beweis dafür, dass hier schlimmes Leid geschehen ist. Daran kann in Brake niemand mehr vorbeisehen. Es ist nicht in München, nicht in Berlin passiert. Sondern mitten in der Region. Täter und Opfer sind von hier. Das macht betroffen. Ein schwerer Schleier liegt über der Stadt in der Wesermarsch.

Ein 24-jähriger Küchenmonteur aus der Kreisstadt soll der Tochter (4) seiner Lebensgefährtin schlimmste Dinge angetan haben. Er soll sie missbraucht und die Videos der Taten im Internet zum Anschauen angeboten haben. Dafür ist er verhaftet worden. Ihn erwarten bis zu 15 Jahre Gefängnis.

„Ich war geschockt, als ich davon gehört habe“, sagt eine Anwohnerin. Und sie trifft damit ziemlich genau, was dieser verstörende Fall in den Brakern auslöst: Erstarrung, Schock und Wut. Überall ist der Kindesmissbrauch Thema. Ob abends am Küchentisch, auf der Arbeit oder in der Fußgängerzone beim Bäcker – und der Wunsch der Braker ist der immer gleiche: Hoffentlich wird alles lückenlos aufgeklärt und der Täter angemessen bestraft.

In der Stadt werde besonnen über die Tat diskutiert, sagt Brakes Bürgermeister Michael Kurz (SPD). „Ich bin froh, dass ich derzeit so viele Termine und deswegen kaum Zeit habe, über den Fall nachzudenken. Das macht einem innerlich richtig zu schaffen“, spricht Kurz das aus, was viele empfinden. „Unsere Gedanken sind immer bei dem Mädchen“, sagt er. Ihm soll es den Umständen entsprechend gut gehen.

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