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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Sextäter hat gestanden

17.10.2017

Brake Der Braker Sextäter hat gestanden. Der 24-jährige Küchenmonteur hat jetzt gegenüber den Behörden eingeräumt, die vierjährige Tochter seiner Lebensgefährtin schwer sexuell missbraucht zu haben. Laut seinem Pflichtverteidiger stuft der Mann seine Taten als ebenso „strafbar wie krankhaft“ ein.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, das vierjährige Mädchen in bis zu neun Fällen schwer sexuell missbraucht und die Taten gefilmt zu haben. Die Filme des Missbrauchs sind im sogenannten Darknet, einem besonders gesicherten Bereich des Internets, in der Kinderporno-Szene herumgereicht worden. Laut Pflichtverteidiger will der Tatverdächtige die Dateien jedoch nicht selbst hochgeladen haben. Vielmehr habe er die Bilder und Videos jemandem überlassen, der sie „absprachewidrig und insbesondere gegen den Willen des Beschuldigten“ im Darknet veröffentlicht hat.

Der Kurs der Verteidigung scheint klar: mögliche Strafmilderungen nicht ungenutzt zu lassen. So lässt der Mann über seinen Pflichtverteidiger nämlich mitteilen, dass er sich nach der drohenden Strafhaft in therapeutische Behandlung begeben werde.

Außerdem beruhe der Erfolg des Einsatzes der Polizei, die im Weserschlick eine Festplatte gefunden hatte, „entgegen der bisherigen Pressedarstellung“ im „Wesentlichen auf den Angaben des Tatverdächtigen und Beschuldigten zu seinem Handeln“.

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Der mutmaßliche Täter habe den Behörden „genauestens beschrieben“, wo die entsorgten Datenträger zu finden seien. Nach Recherchen der NWZ rechnete der Mann mit seiner damals kurz bevor stehenden Verhaftung und entsorgte die Datenträger.

Auf den Datenträgern befinde sich laut Verteidigung jedoch aus dem Internet heruntergeladenes „Bild- und Videomaterial“, das nicht aus den nun vorgeworfenen Taten stamme.

Das Bundeskriminalamt hatte das Foto des vierjährigen Missbrauchsopfers für eine Öffentlichkeitsfahndung herausgegeben. Daraufhin zeigte ihn die Mutter des Opfers, die Lebensgefährtin des mutmaßlichen Täters, bei der Polizei in Brake an.

Dem 24-Jährigen, der nach Recherchen der NWZ nicht einschlägig vorbestraft ist, drohen bis zu 15 Jahre Haft.

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„Du bist nicht Schuld. Der Täter trägt die Verantwortung“,

„Papa hat gesagt, es gehört einfach dazu“.

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