BRAKE - Die Ungewissheit der Braker Reederfamilie Hullmann über den Verbleib ihres 27-jährigen toten Sohnes Sven bleibt auch nach dem Donnerstag noch. Mit der erwarteten Durchsuchung des am 8. November 2006 gesunkenen Fischtrawlers „Hoheweg“ im Trockendock in Bremerhaven wurde es noch nichts. Sven Hullmann ist der einzige der vierköpfigen Besatzung, dessen Leiche noch nicht gefunden wurde. Sie wird im Schiffsinneren vermutet.
Die Verhältnisse an Bord lassen die Suche noch nicht zu. Zu gefährlich für Mensch und Tier, hieß es bei der Polizei in Bremen, selbst für einen Suchhund sei die Luft im Inneren lebensbedrohlich. Mit Schläuchen wurde Luft in den Schiffsrumpf gepumpt. „Wir werden kein Sicherheitsrisiko eingehen“, so Heiner Mehloh, Pressesprecher der Polizei. Mehloh hofft, dass an diesem Freitag das Schiff soweit geräumt ist, dass der Zugang möglich wird. Allein der Maschinenraum war mit einer zwei Meter dicken Sand- und Schlammschicht bedeckt.
Das Schiff, das mit blockiertem Propeller in den Nordergründen trieb, sank, ohne dass ein Notruf abgesetzt wurde, obwohl Handfunkgeräte sich in Griffweite befanden. Alles spricht dafür, dass versucht wurde, das Schiff zu retten. politik/region
