Braunschweig/Langenhagen - Geldautomatensprenger haben in Braunschweig und Langenhagen enormen Schaden angerichtet, mussten in beiden Fällen aber ohne Beute die Flucht ergreifen. Die Explosion in Braunschweig war in der Nacht zum Montag so heftig, dass die Polizisten es auf der Wache knallen und scheppern hörten, teilte die Polizei mit.
Vor Ort stellte sich heraus, dass bei der Postbank durch ein eingeleitetes Gasgemisch eine Explosion verursacht wurde. Der Automat und die Zugangstür wurden zwar schwer beschädigt, einen Zugriff auf die Geldkassetten erhielten die Täter aber nicht. Ein Zeuge beobachtete zwei Männer in dunklen Kapuzenpullovern auf der Flucht.
In der Bankfiliale in Langenhagen beschädigte die Explosion nicht nur den Automaten, sondern auch das Inventar und einen Teil des Gebäudes. Der Sachschaden ist erheblich. Die mutmaßlichen Täter ließen vor Ort Werkzeug wie eine Brechstange zurück. Nach den Ermittlungen der Polizei ergriffen zwei dunkel gekleidete Männer die Flucht. Sie fuhren mutmaßlich eine dunkle Limousine. Eine Fahndung mit mehreren Streifenwagen und einem Hubschrauber blieb ohne Erfolg.
Auch in Banteln im Kreis Hildesheim machten sich über das Wochenende Unbekannte mit einem Werkzeug an einem Geldautomaten zu schaffen. Es entstand ein Schaden in noch nicht bekannter Höhe.
Die Sprengungen gehen nach Erkenntnis der Polizei zumeist auf das Konto einer Bande aus den Niederlanden, einer Gruppe aus Polen sowie von deutschen Nachahmungstätern. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl versuchter Automatensprengungen in Niedersachsen zwar auf 54 an, die Täter machten aber seltener als früher Beute. Grund ist, dass die Automaten besser gesichert sind.
