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Brandschutz In Butjadingen Einkaufszettel der Feuerwehr ist lang

Butjadingen - Die Gemeinde Butjadingen muss in den kommenden Jahren nicht nur viel Geld für den Breitbandausbau, die Sanierung des Rathauses, die Wirtschaftswege und die letzten Stepps der Sanierung der Grundschule ausgeben. Auch die Bedarfsliste der vier Butjadinger Feuerwehr ist lang – so lang, dass unterm Strich mehr als 1,3 Millionen Euro stehen. Und dabei ist die notwendige Sanierung von Gerätehäusern noch nicht mal berücksichtigt.

Der Feuerwehrausschuss des Gemeinderats hat Dienstagabend das Zukunftskonzept 2030 für die Butjadinger Wehren verabschiedet. Darin ist geregelt, welche Anschaffungen für die Feuerwehr bis 2030 getätigt werden müssen. Bislang reichte das Konzept lediglich bis 2022.

Die Zahlen stellte Gemeindebrandmeister Frank Linneweber dem Ausschuss vor. Nach seinen Worten sind die vier Wehren – Burhave, Tossens, Eckwarden und Stollhamm – „in Sachen Fahrzeuge und Ausrüstung gut aufgestellt“. Das bedeutet aber nicht, dass die Gemeinde die Hände in den Schoß legen kann. Denn auch das machte der Gemeindebrandmeister dem Ausschuss deutlich: In den kommenden Jahren führt um Ersatzbeschaffungen kein Weg herum.

Fahrzeug für Tossens überfällig

Überfällig ist ein neues, mit 260 000 Euro kalkuliertes Löschfahrzeug, das die Tossener Wehr bereits 2019 hätte erhalten sollen. 2022 sind die Burhaver mit einem neuen Tanklöschfahrzeug – Kostenpunkt: 220 000 Euro – an der Reihe. Und so geht es weiter in den kommenden Jahren.

Herausforderung Wasserrettung

Weitere Fahrzeuge und eine Reihe Ausrüstungsgegenstände von der Tragkraftspritze bis zu Wärmebildkameras stehen laut Zukunftskonzept bis 2030 auf dem Einkaufszettel. Und damit nicht genug. Die Feuerwehren stehen vor neuen Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen und für die sie auch ausgerüstet und ausgebildet sein müssen. Dazu zählt die Wasserrettung.

Immer häufiger kommt es vor, dass an der Butjadinger Küste Wattwanderer in Not geraten und einen Einsatz auslösen. Die Federführung dabei hatte bislang die DLRG, während die Feuerwehr eher in der zweiten Reihe stand. Das hat sich laut Frank Linneweber inzwischen umgekehrt.

Die bisherigen Einsätze seien zwar alle gut verlaufen, sie hätten aber auch Mängel offenbart, die nur durch zusätzliche Ausbildung und Ausrüstung abzustellen seien, so der Gemeindebrandmeister. Dass hier ein zusätzliches Budget notwendig sein wird, steht für ihn außer Frage. Bevor konkrete Zahlen genannt werden können, soll aber ein „gesamtheitliches Konzept“ insbesondere mit der DLRG erarbeitet werden, so Frank Linneweber. So ist zum Beispiel noch nicht klar, ob die Feuerwehr ein eigenes seetaugliches Boot benötigen wird.

Sozialräumeund Einsatzkleidung

Eine weitere Baustelle werden über kurz oder lang die Feuerwehrgerätehäuser sein. Die Fahrzeughallen entsprechen nach Auskunft des Gemeindebrandmeisters den aktuellen Bedürfnissen. Für alle Sozialräume gelte das jedoch nicht. Sie müssten den aktuell geltenden Bestimmungen angepasst werden, wobei auch Hygienevorschriften eine Rolle spielen.

Nachrüsten, so Frank Linneweber, müssten die Wehren auch in Sachen IT und Einsatzkleidung. Letztere entspreche nicht den heutigen Anforderungen an Tragekomfort, Qualität und Nachhaltigkeit.

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