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Hilfseinsätze In Butjadingen Streit um die Wasserrettung


Zum Vorstand der DLRG-Ortsgruppe  Butjadingen gehören Oliver Kähler (Ausbildungsleiter), Cord Janßen (2. Vorsitzender und Einsatzleiter), Reiner Przyklang (1. Vorsitzender),  Peter Schmidthüsen (Schatzmeister) und Anne Ludwig (Schriftführerin).
Gabriele Ittmann

Zum Vorstand der DLRG-Ortsgruppe Butjadingen gehören Oliver Kähler (Ausbildungsleiter), Cord Janßen (2. Vorsitzender und Einsatzleiter), Reiner Przyklang (1. Vorsitzender), Peter Schmidthüsen (Schatzmeister) und Anne Ludwig (Schriftführerin).

Gabriele Ittmann

Butjadingen - Wer ist für die Wasserrettung an der Butjenter Küste zuständig? Diese Frage sorgt für allerhand Diskussionsstoff. Der Butjadinger Ortsgruppenvorsitzende der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Reiner Przyklang, und Einsatzleiter Cord Janßen haben mit Verwunderung zur Kenntnis genommen, dass Gemeindebrandmeister Frank Linneweber die Federführung der DLRG bei der Wasserrettung in Zweifel gezogen hat.

„Das hat uns schon sehr erstaunt, zumal wir von dieser Absicht lediglich aus der Zeitung erfahren haben“, sagte Cord Janßen, als das Thema in der Jahreshauptversammlung der DLRG Butjadingen zur Sprache kam.

Wattwanderer in Not

Wie berichtet, hatte Gemeindebrandmeister Frank Linneweber in einer Sitzung des Feuerwehrausschusses in der vergangenen Woche weitere Ausrüstungsgegenstände für die vier Wehren in der Gemeinde gefordert, um dem Zukunftskonzept bis 2030 zu entsprechen. Es komme immer häufiger vor, dass Wattwanderer in Not gerieten und einen Einsatz auslösten. Frank Linneweber sprach sich dafür aus, die Einsatzleitung der Feuerwehr zu übertragen.

„Wir sind ausgezeichnet für eine Wasserrettung aufgestellt“, machte DLRG-Vorsitzender Reiner Przyklang deutlich. Der Verstoß des Gemeindebrandmeisters habe ihn überrascht. Ein klärendes Gespräch sei dringend notwendig.

Sein Stellvertreter Cord Janßen bestätigte, dass es im vergangenen Sommer ein „reges Einsatzgeschehen“ an den Stränden Butjadingens gegeben habe. Dabei sei die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren aus seiner Sicht gut gewesen und habe sich bewährt. Man habe sich stets darauf verständigt, dass die Wasserrettung in den Zuständigkeitsbereich der DLRG falle und somit auch die Einsatzleitung. „Wir wollen das nicht aus der Hand geben, das lief bisher einwandfrei“, betonte Cord Janßen, „über Mängel bei den Einsätzen ist uns nichts bekannt.“

Auch in seinem Jahresbericht hob Reiner Przyklang hervor, dass die DLRG-Ortsgruppe Butjadingen bestens für die Einsätze gerüstet sei. Die Aktiven seien für die Wasserrettung speziell ausgebildet und trainiert. In vielen Übungsstunden und gesonderten Lehrgängen würden sie für diese Einsätze vorbereitet. Auch die erforderliche Ausrüstung halte die DLRG vor. Die Ortsgruppe verfüge über ein seegängiges Boot, das von Mai bis Ende September im Yachthafen Fedderwardersiel einsatzbereit liege, sowie über kleinere Bootseinheiten, die sich im Flachwasser und in den Grodenbereichen bewährt hätten.

Gut ausgebildet

Vor diesem Hintergrund wundert sich der DLRG-Vorsitzende darüber, dass der Gemeindebrandmeister in der Ausschusssitzung eine Beschlussvorlage präsentiert hat, in der Gerätschaften für die Wasserrettung durch die Feuerwehr beantragt werden. „Das halte ich nicht für erforderlich“, sagte Reiner Przyklang, „da wir ja über gut ausgebildetes Personal und Gerät verfügen.“

Die DLRG-Butjadingen hat im vergangenen Jahr insgesamt 12 724 Dienststunden absolviert. Davon entfielen 5593 auf den Wasserrettungsdienst.

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