Calhorn/Oldenburg - Nachdem am 24. Mai bei einem Stallbrand in Calhorn mehr als 1500 Schweine verendet sind, hat die Tierschutz- und Veganer-Organisation PETA bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg Anzeige erstattet.

Die Tiere konnten nach Ausbruch des Feuers nicht rechtzeitig evakuiert werden. Aufgrund mutmaßlich unzureichender Brandschutzmaßnahmen, so PETA, sei möglicherweise billigend in Kauf genommen worden, dass die Schweine qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen. Die Tierschutzorganisation dankt den am Einsatz beteiligten Feuerwehrleuten und allen Helfern, die sich für die Rettung der Tiere eingesetzt haben.

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„Jedes Tier, das bei einem Stallbrand stirbt, wird grob fahrlässig getötet“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA. „Der Brandschutz wird bei vielen Tierställen nicht ernst genommen. Außerdem: Wenn Tausende Tiere in einem Stall eingesperrt sind, ist es schlicht unmöglich, Soforthilfe zu leisten. Dieses Risiko ist den Betreibern bewusst.“ PETA kritisierte in der Vergangenheit wiederholt die bestehenden Brandschutzverordnungen, da ein Schutz der Tiere so gut wie nicht geregelt ist.