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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

TRANSRAPID-PROZESS: Chefs und Mitarbeiter uneins über Sicherheit

10.05.2008

OSNABRüCK Die Handhabung sicherheitsrelevanter Dienstvorschriften ist von Mitarbeitern und Betriebsleitung der Transrapid-Teststrecke im niedersächsischen Emsland unterschiedlich interpretiert worden. Am dritten Verhandlungstag zu der Katastrophe im September 2006 am Osnabrücker Landgericht sagte ein Zeuge am Freitag, er habe – wie sein Kollege am Unglückstag – beim Rangierbetrieb des Sonderfahrzeugs keine elektronische Fahrwegsperre gesetzt. Das habe die Betriebsvorschrift nicht vorgesehen. Nach Darstellung der beiden Angeklagten war das Setzen der Sperre allerdings verpflichtend.

Am 22. September 2006 war ein Transrapid mit Tempo 170 auf ein vom Fahrdienstleiter auf der Strecke vergessenes Sonderfahrzeug geprallt. Dabei kamen 23 Menschen ums Leben, elf wurden verletzt. Zwei 50 und 67 Jahre alte Betriebsleiter der Anlage müssen sich deswegen seit Dienstag vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, durch Mängel in der Betriebsorganisation mitschuldig an dem Unfall zu sein.

Das Verfahren gegen den diensthabenden Fahrdienstleiter war vorläufig eingestellt worden. Der Mann ist einem psychologischen Gutachten zufolge verhandlungsunfähig und selbstmordgefährdet. In den kommenden Tagen solle seine Verhandlungsfähigkeit jedoch noch einmal überprüft werden, sagte Oberstaatsanwalt Hubert Feldkamp. Zuvor war bekannt geworden dass der Mann wieder auf der Testanlage arbeitet. Feldkamp schloss neue Ermittlungen nicht aus, sollten sich durch die Beweisaufnahme Verdachtsmomente gegen weitere Testanlagen-Mitarbeiter ergeben.

www.NWZonline.de/transrapid

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