CLOPPENBURG - Bei einem Unfall können Sekunden bei der Erstversorgung der Verunglückten entscheidend sein. Deshalb hat das Cloppenburger St.-Josefs-Hospital für die Notärzte der Klinik jetzt eine fachspezifische Ausbildung im Bereich Ultraschall angeboten. Anlass war die Anschaffung eines mobilen, hochleistungsfähigen Ultraschallgerätes der neuesten Generation in der Klinik. Dieses ermöglicht bereits im Rettungswagen in vielen Fällen eine wesentlich genauere Diagnose und damit effizientes Handeln im Notfall.

Während der Schulung lernten die 15 Teilnehmer den Umgang mit der Neuanschaffung. Ziel war es, mit Hilfe des Gerätes innerhalb von 60 Sekunden per Ultraschall eine präzise Diagnose zu stellen. „Mit der Sonographie direkt am Unfallort können beispielsweise innere Blutungen sofort festgestellt werden und gezielt weitere notwendige Maßnahmen eingeleitet werden“, erklärt Dr. Christian Weilbach, Anästhesist im St.-Josefs-Hospital, die Vorteile für die Patienten. „So steht bei Bedarf das Operations-Team schon bereit, wenn der Verletzte ins Krankenhaus eingeliefert wird.“

Als Kursleiter konnten die beiden renommierten Rettungsmediziner Dr. Walcher und Dr. Breitkreutz aus Frankfurt gewonnen werden. Das Training war interdisziplinär und sehr praxisnah angelegt. Zu den Aufgaben gehörte unter anderem, die Ultraschalluntersuchung auch bei ungünstiger Lage der Patienten durchzuführen.

Bei der Vermittlung der Theorie wurden auch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt. Das neue mobile Ultraschall-Gerät wird im Rettungswagen sowie auf der Intensivstation nach Bedarf flexibel eingesetzt.