CLOPPENBURG - Viel zu tun gab es für die Krisenintervention und Notfallseelsorge (KIT) im Jahr 2008. Während einer Weihnachtsfeier im Schützenhof legte Heinz Dierker eine Bilanz des vergangenen Jahres vor. Zu insgesamt 129 Einsätzen ist die KIT im Jahr 2008 im Landkreis Cloppenburg gerufen worden.

Aufgeteilt sind die 52 Mitglieder in die Bereiche Nord, Süd und Mitte. Im Nordbereich mussten die Mitarbeiter zu 27 Einsätzen fahren, zu 79 im Bereich Mitte und 23 Mal wurden KIT-Mitarbeiter für den Südbereich von Mitarbeitern des Rettungsdienstes, der Polizei oder Feuerwehr und der Krankenhäuser angefordert. In vielen Fällen mussten die Mitarbeiter Todesnachrichten an Angehörige überbringen. Auf die Hilfe des KIT-Teams wurde gerade bei schweren Verkehrsunfällen gesetzt. Schon an der Unfallstelle erhielten häufig Unfallbeteiligten oder Zeugen sowie die Mitarbeiter der Rettungsdienste und der Freiwilligen Feuerwehr die ersten Hilfen.

Die Statistik der Polizei belegte die Notwendigkeit dieser Hilfen: 2008 gab es im Landkreis Cloppenburg 146 Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten und 32 Verkehrstoten. Besonders die Einsätze bei Verkehrsunfällen seien sehr zeitintensiv, so die KIT-Mitarbeiter.

Weiterbildung und Supervision sind weitere Schwerpunkte der KIT. Die Mitarbeiter nahmen an Fachtagungen in Brake und Bremen teil und besuchten die Vorstellung der drei Rettungseinheiten des DRK auf dem Flugplatz Varrelbusch. Auf großes Interesse stieß eine Versammlung mit dem Thema: „Massenanfall von Verletzten“. Ein Mitarbeiter der Notfallseelsorge aus dem Landkreis Emsland schilderte Erfahrungen beim Transrapidunfall in Lathen.

Die KIT will für solche Einsätze ein Konzept erstellen. „Wir hoffen, dass die Notfallseelsorge einen festen Platz im Katastrophenschutzsystem des Landkreises bekommt“, sagte Heinz Dierker. Geplant ist die Durchführung eines neuen Supervisionsprogramms.

Die gemeinsame Aussprache zwischen Polizei und KIT findet erneut im Frühjahr 2009 statt. Der DRK-Vorsitzende Rudi Bley – die KIT ist dem DRK-Kreisverband angeschlossen – sprach den Dank aus. „Die Arbeit, die Sie leisten, ist gar nicht hoch genug einzuschätzen." Weiter sagte Bley: „Das DRK ist stolz auf Ihre Arbeit.“