CLOPPENBURG - Das Oldenburger Münsterland ist eine der sichersten Regionen in Niedersachsen. Das lässt sich aus der Kriminalitätsstatistik 2007 der Polizeiinspektion (PI) Cloppenburg/Vechta ablesen, die Claudia Puglisi am Freitag der Presse vorgestellt hat. Sie ist Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes (ZKD). Während im Landesdurchschnitt auf 100 000 Einwohner 7605 Straftaten kamen, wurden in den Kreisen Cloppenburg und Vechta 6091 Straftaten registriert. Das entspricht etwa dem Niveau des Vorjahres.
Insgesamt wurden 2007 im Oldenburger Münsterland (288 000 Einwohner) 17 625 Straftaten verübt. Das sind zwar 154 Delikte mehr als 2006, aber der landesweit kontinuierliche Anstieg der Fallzahlen wurde in dieser Region weitgehend stabil gehalten. Das mag auch der Arbeit der hiesigen Polizei geschuldet sein. Denn sie klärte 10 747 Straftaten auf und steigerte ihre Aufklärungsquote um 3,66 auf 60,98 Prozent. Das ist ihre beste Erfolgsbilanz überhaupt. Die PI gehört damit zu den fünf erfolgreichsten Dienststellen des Landes.
Die Eigentumsdelikte bildeten mit 7684 Straftaten (43,6 Prozent) weiterhin den Schwerpunkt der Kriminalität. Vor allem der Diebstahl von Fahrrädern ist mit fast einem Drittel besonders stark repräsentiert. Gleichwohl konnte durch Maßnahmen wie die Registrierung der Fahrradklau von 2631 auf 2435 gesenkt werden. Und: 15,61 Prozent der Diebstähle wurden aufgeklärt (Land: 11,6 Prozent). Es wurden auch weniger Autos aufgebrochen. Die Ermittler erzielten mit 44,7 Prozent einen um mehr als sechs Prozentpunkte höheren Aufklärungserfolg als 2006. Die Zahl der Wohnungseinbrüche sank von 436 auf 387. Fast die Hälfte der Taten wurde geklärt.
Während die Zahl der Raubdelikte stagnierte, stiegen die angezeigten Körperverletzungen von 1838 auf 1933. Die Polizei konnte die Täter jedoch fast alle ermitteln: 89,65 Prozent. Noch höher, nämlich bei 90,31 Prozent, lag die Erfolgsquote bei den um 100 Fälle auf 2932 gestiegenen Vermögens- und Täuschungsdelikten. Auch 200 Sachbeschädigungen mehr wurden registriert. Das führt die Polizei ebenso auf die erhöhte Ermittlungstätigkeit zurück wie den Anstieg der Drogendelikte um zehn Prozent. Die Zahl der Tötungsversuche sank von 22 auf 15. Ein vollendetes Tötungsdelikt gab es zum Glück nicht.
