CLOPPENBURG - Der „Weiße Ring“ (Außenstelle Cloppenburg) hat die Vorsitzende des Frauennotrufes, Kirsten Bruns, und den Ersten Kriminalkommissar a.D, Hans Lammers, für jeweils 20-jährige ehrenamtliche Mitarbeit in der Organisation für Kriminalitätsopfer geehrt. Beide erhielten jetzt vom Landesvorsitzenden des Weißen Rings, Dr. Bernhard Weiner (Meppen), jeweils eine Urkunde.

Die beiden Geehrten gehören zu den Gründungsmitgliedern des Weißen Rings in Cloppenburg. Landesweit arbeiten 230 ehrenamtliche Mitarbeiter in 43 Außenstellen.

In den Räumlichkeiten des Frauennotrufes und der Beratungs- und Interventionsstelle nach häuslicher Gewalt für die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta (BISS) begrüßte deren Leiterin Bruns auch den Präsidenten der Polizeidirektion Oldenburg, Hans Jürgen Thurau, den Leiter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, Günter Schell, den Ersten Kreisrat Ludger Frische und die Vorstandmitglieder des Weißen Ringes Cloppenburg, Harald Nienaber und Andreas Bonk.

Bruns stellte die – aus ihrer Sicht – wichtige Zusammenarbeit zwischen BISS und dem Weißen Ring dar. Bei einer Umfrage aus dem Jahr 2004 sei festgestellt worden, dass 25 Prozent der in Deutschland lebenden Frauen von körperlicher oder sexueller Gewalt oder beidem betroffen seien. Migrationshintergrund, soziale Benachteiligung oder ungünstige Bildungssituationen – so Bruns weiter – seien häufig Ursachen für die Gewalt an Frauen. „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir die Spirale ,Vormachen-Nachmachen-Selbermachen’ durchbrechen können.“

„Cloppenburg war eine der ersten Außenstellen des Weißen Rings in Niedersachsen“, so Landesvorsitzender Weiner. Er bezeichnete Bruns als „personifiziertes Netzwerk“. Unter der Mitarbeit von Lammers sei nach dem Mordfall Christina Nytsch im Gebäude der PI Cloppenburg ein kindgerechtes Videovernehmungszimmer eingerichtet worden.