CLOPPENBURG - Das Gesundheitsamt und das Jugendamt des Landkreises Cloppenburg sowie die beiden Suchtberatungsstellen der Stiftung Edith Stein und der Drobs wollen sich engmaschig in der Begleitung drogenabhängiger Schwangerer und junger Mütter abstimmen. Dies ist das Ergebnis eines Gespräches im Kreishaus in Cloppenburg.

Im Vergleich zur Entwicklung eines Kindes einer nicht substituierten, opiatabhängigen Mutter zeige die Substitution klare Vorteile hinsichtlich des medizinischen Verlaufs der Schwangerschaft und der Entwicklung des Kindes, heißt es.

Im Qualitätszirkel „Suchtmedizin“ war zuvor unter Leitung des Gesundheitsamtes eine Leitlinie zur Substitution erarbeitet worden, die neben medizinischen Fragestellungen gezielt das psychosoziale Umfeld der Klientin betrachtet und begleitende Hilfen für das Kindeswohl von Beginn an im Blick hat. Während die substituierenden Ärzte vorrangig eine gute medizinische Versorgung sicherstellen, leisten die Suchtberatungsstellen sozialtherapeutische Maßnahmen mit einem ausstiegsorientierten Hilfeansatz. Das Jugendamt sichert die Unterstützung von Mutter und Kind in der Versorgung und Erziehung, damit Neugeborene auch in schwierigen sozialen Lagen eine guten Start ins Leben haben.