CLOPPENBURG - Erster Weihnachtstag auf der Rettungswache Cloppenburg: Um 8 Uhr beginnt für die Rettungsassistenten Alex Richter, Dieter Brandenburg und Andreas Potratz, den Rettungssanitäter Johannes Wilhelm sowie den Rettungshelfer Bastian Tegenkamp der Dienst. Die nächsten 24 Stunden tragen die DRK-Mitarbeiter für den Rettungsdienst im Bereich der Stadt Cloppenburg die Verantwortung. Während andere den Festtagsbraten zubereiten oder zur Kirche gehen, schieben sie Dienst.
Immerhin, der Vormittag verläuft ruhig. So bleibt auch hier Zeit für ein gemeinsames Mittagessen. Schweinebraten mit Knödel und Rotkohl steht auf dem Speiseplan. Unterbrochen werden die Essensvorbereitungen von einem Krankentransport. Es geht in Richtung Friesoythe. Bis zum Mittagessen steht noch ein weiterer Transport nach Bösel an. Das Essen selbst ist lecker und verläuft ohne Unterbrechungen.
Für eine kleine Überraschung sorgt Franz-Lüttgen vom DRK-Kreisverband. Er überbrachte die besten Weihnachtsgrüße und hatte als Geschenk eine Tüte mit Süßigkeiten mitgebracht.
Auch der Nachmittag verläuft relativ ruhig. „Erst gegen Abend und in der Nacht gibt es mehr zu tun“, berichtet Richter aus seiner langjährigen Erfahrung. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet er für den DRK-Rettungsdienst. Vor seiner Tätigkeit als Rettungsassistent hat er eine Ausbildung als Dekorateur gemacht.
Dann ist es mit der Ruhe vorbei. Die „Pieper“ (Meldeempfänger) rufen den Rettungswagen und einen Notarzt zu einem internen Notfall nach Vrees. Der Fahrer des Notarzteinsatzfahrzeuges Dieter Brandenburg ist durch seinen Vater zum DRK gekommen. Der war ehrenamtliches Mitglied. Brandenburg verpflichtet sich für zehn Jahre beim DRK. Nach dieser Zeit machte er eine Ausbildung zum Rettungsassistenten. Bis heute arbeitet er beim Rettungsdienst.
Kurze Zeit später erneuter Alarm für den verbliebenen Rettungswagen. Es geht in Richtung Lastrup-Matrum. Der Notarzt ist gerade aus Vrees zurück, und schon wieder ein Einsatz. Eine Frau litt unter erhöhtem Blutdruck und benötigt Hilfe. Alles geht glatt.
Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz. Medikamente werden aufgefüllt, und der Rettungswagen wird gereinigt. Gegen Abend häufen sich die Einsätze. Für eine Crew geht es nach Cappeln, und der zweite Wagen und die Notärztin werden zu einem Notfall nach Bethen gerufen wurden.
Während einer Schicht sind zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug im Einsatz. Neben der Rettungswache in Cloppenburg sind auch die Rettungswachen in Löningen, Friesoythe und Barßel rund um die Uhr mit hauptamtlichen Kräften besetzt. Wenn auch der Dienst über die Weihnachtsfeiertage vom Arbeitsaufwand nichts Ungewöhnliches ist, freut man sich, wieder in der Familie zu sein. Erst am zweiten Weihnachtstag ist dies für die Schicht möglich.
Diese Nacht verläuft ruhig. Um acht Uhr erscheint die Ablösung. Auch an Weihnachten oder an anderen Feiertagen können sich die Bürger des Landkreises Cloppenburg auf einen guten und motivierten Rettungsdienst verlassen – wie an allen Tagen.
