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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

„Luxusuhren“ für 100 Euro

10.10.2019

Cuxhaven /Oldenburg Das „richtige Näschen“ haben Zollbeamte gehabt, denen in der Postabfertigung die Sendung eines namhaften Uhrenherstellers für einen Empfänger aus Cuxhaven aufgefallen war. Die Sendung war in Osteuropa aufgegeben worden. Wie alle Sendungen aus Nicht-EU-Ländern wurde die Sendung kontrolliert. In dem Paket steckten sechs Luxusuhren, jede von ihnen im Wert von 10 000 Euro. „Der Paketempfänger legte uns bei der zollamtlichen Beschau eine Warenrechnung von rund 100 Euro für die sechs Luxusuhren vor. Klar, dass hier etwas nicht stimmen konnte. Eine einzige der Uhren als Originalware hat bereits einen Verkaufspreis von über 10 000 Euro“, so Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamts Oldenburg. Nun steht nach Angaben von Mauritz sicher fest, dass es sich um billige Fälschungen handelte.

Mit der Vermutung, es mit Plagiaten zu tun zu haben, schalteten die Abfertigungsbeamten den Markenrechtsinhaber ein. Dieser bestätigte schnell den Fälschungsverdacht der Zöllner. Eine Aushändigung der im Internet bestellten und aus Osteuropa gelieferten Uhren an den Paketempfänger war damit nicht länger möglich. Auf Antrag des Markenrechtsinhabers werden die Plagiate nun unter zollamtlicher Überwachung vernichtet.

Der Fall aus Cuxhaven ist für das Hauptzollamt Anlass, auf die Vorschriften hinzuweisen. Dank des riesigen Warenangebots im Internet könnten gefälschte Produkte schnell per Post nach Hause gelangen. Die virtuellen Märkte bieten günstige Ware aus aller Welt, die rund um die Uhr erreichbar und oft nur einen kurzen Klick entfernt ist. „Doch genauso wie auf realen Marktplätzen gibt es auch im Internet-Handel schwarze Schafe. Das Luxusprodukt aus Übersee, das zunächst so günstig erscheint, kann sehr schnell seinen Glanz verlieren. Nämlich dann, wenn es sich um eine Fälschung handelt“, sagt Mauritz. Der Zoll beschlagnahmt dann die eingeführte Ware. Möglich sind zudem auch Schadensersatzforderungen des Originalherstellers. Deshalb rät der Zoll gerade auf virtuellen Marktplätzen zu gesundem Misstrauen. „Klicken Sie im Zweifel lieber einmal mehr, um einen vertrauenswürdigen Anbieter zu finden“, rät er.

Markenschutz und Rechte am geistigen Eigentum seien im globalen Handel ein wichtiger Bestandteil. Der Zoll stehe den Markenrechtsinhabern im Kampf gegen die illegalen Nachahmer zur Seite, sagt Mauritz. Ob der Fall aus Cuxhaven Folgen für den Empfänger der Sendung hat, ist nicht klar. Der Inhaber der Markenrechte möchte nicht genannt werden. Er kann aber zivilrechtlich gegen den Empfänger der Sendung angehen.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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