Augustfehn Ii - Bei einem Dachstuhlbrand an der Stahlwerkstraße in Augustfehn II ist am Montagmittag ein Haus zerstört worden. Die Bewohner, eine dreiköpfige Familie, waren laut Polizei zum Zeitpunkt des Unglücks nicht im Gebäude. Der Hund der Familie wurde durch die Nachbarn gerettet, wie die Ermittler am Nachmittag mitteilten.
Aus bislang noch unbekannter Ursache brach das Feuer vermutlich im mittleren Bereich des Obergeschosses aus und fraß sich – begünstigt durch starken Wind – schnell bis an den Giebel und die Frontseite des Gebäudes durch.
Als die ersten Feuerwehrkräfte eintrafen, schlugen bereits hohe Flammen aus dem Dach und aus dem zur Stahlwerkstraße gelegenen Fenster. Schnell zeichnete sich ab, dass die örtlichen Wehren Verstärkung brauchen würden. Daher alarmierte die Großleitstelle Oldenburg weitere Einheiten – unter anderem aus Westerloy und Godensholt. Zeitgleich rückte bei der Technischen Zentrale in Elmendorf die Drehleiter aus und unterstützte die Löscharbeiten von oben. Insgesamt waren 92 Mann vor Ort.
Als das Dach nur noch qualmte und offenes Feuer nicht mehr zu sehen war, entfernte die Feuerwehr an der Eingangsseite des Hauses einen großen Teil der Dachziegel. Derweil trafen an der Brandstelle auch Führungskräfte des Rettungsdienstes Ammerland und ein Notarzt ein. Sie sprachen mit den Ersthelfern, die möglicherweise größere Mengen Rauch eingeatmet haben könnten.
Feuerwehr und Polizei ließen während der Löscharbeiten die Stahlwerkstraße für den gesamten Verkehr sperren. Hier reihte sich ein Feuerwehrfahrzeug an das nächste. „Es ist schon eindrucksvoll zu sehen, dass es den Feuerwehren möglich ist, binnen wirklich kurzer Zeit so viel Personal in den Einsatz zu bringen“, sagte am Rande der Löscharbeiten anerkennend Oberkommissar Uwe Hamjediers von der Polizei Augustfehn.
In den nächsten Tagen wird die Polizei das schwer beschädigte, nicht mehr bewohnbare Haus genauer unter die Lupe nehmen.
