Dangast - Lautstark und mit vielen bunten Lichtern am Himmel begrüßten die Vareler das neue Jahr. Viele nutzten den Silvesterabend, um mit Freunden zusammen zu feiern. Ob in gemütlicher Runde daheim oder bei einer der vielen in Gaststätten angebotenen Silvesterpartys – die Geselligkeit stand an diesem letzten Tag des Jahres im Vordergrund.
Den ganzen Abend über stiegen immer wieder einmal vereinzelte Raketen zum Himmel auf, ehe um null Uhr ein wahres Lichtermeer die Stadt erhellte. Der dadurch entstehende Qualm, wurde dieses mal durch heftigen Regen schnell aus der Luft gewaschen. Die Nässe bereitete auch so einige Startprobleme, vor allen bei am Boden stehenden Batterien.
Viele Einheimische und Gäste verbrachten den Jahreswechsel mit Familie und Freunden am Dangaster Strand, aber nur kurze Zeit. Man traf sich kurz vor dem Jahreswechsel, um Mitternacht knallten die Raketen und Sektkorken und die Menschen wünschten sich ein frohes neues Jahr. Und schnell ging es zurück in die Ferienwohnung oder ins Auto.
Besonders Hartgesottene machten sich nach der Silvesterfeier am ersten Vormittag des neuen Jahres auf zum Dangaster Hafen. Dort ging es ins kühle Nass der ersten Neujahrsflut. 15 wagemutige Schwimmer trauten sich ins Wasser – umjubelt von dutzenden Schaulustigen.
Gleich vier Mal drehte Rudolf Behrens eine Runde im Wasser. Anfangs noch im Anzug, dann immer mit einem Kleidungsstück weniger, bis er nur noch leicht bekleidet ins Wasser stieg. Das Praktische: „Die Sachen werden dabei auch gleich gewaschen.“
Manche gingen wegen der kühlen Temperaturen lieber mit Mütze und Handschuhen ins Wasser. Ein anderer Schwimmer gab sich dagegen ganz naturverbunden und ließ sämtliche Hüllen fallen bevor er zum Kopfsprung ins Wasser ansetzte.
Die begehrte Neujahrsschwimmtrophäe überreichte Iko Chmielewski von „Menschenmüll“ in diesem Jahr an Sinikka Dix als älteste Teilnehmerin. Dabei hat sie einen Vorteil: Als Finnin ist sie an eisige Temperaturen gewöhnt. Das Wasser sei in diesem Jahr aber gar nicht so kalt gewesen, erklärte Iko Chmielewski. „Das waren ja eher frühlingshafte Temperaturen“, sagte er. In anderen Jahren seien schließlich schon Schwimmer beim Ausstieg an der Leiter festgefroren.
