Hude - Janne Wiosnas größter Wunsch ist noch immer nicht in Erfüllung gegangen: Er möchte zurück nach Hude.

Der 25-Jährige ist seit einem schweren Verkehrsunfall im Jahr 2009 querschnittsgelähmt. Er hofft weiterhin, dass sich vielleicht doch noch eine passende Wohnung in Hude findet, damit er näher bei seiner Freundin und seinem mittlerweile fünfjährigen Sohn, seinen Eltern und seinen Freunden sein kann (NWZ  berichtete).

Nach einem langen Klinikaufenthalt war Janne Wiosna in eine Wohngemeinschaft der Norle nach Dötlingen gezogen. Seitdem wird auch intensiv nach einer passenden Wohnung in Hude gesucht. Bislang ohne Erfolg.

Seit Oktober dieses Jahres ist der Abstand zu Familie und Freunden im Klosterort zumindest etwas geringer geworden. Der 25-jährige lebt mittlerweile in Ganderkesee, in einem Haus, das sich „Junge Pflege“ nennt. Dank großzügiger Unterstützung vieler Menschen, Vereine, Gruppen und Firmen ist Janne Wiosna außerdem etwas mobiler geworden. „Wir können jetzt auch mal spontan einen Ausflug machen“, so Vater Reinald Wiosna, als er am Mittwochvormittag den extra für seinen Sohn umgebauten Van vorstellte.

Das Auto haben die Eltern aus eigener Tasche finanziert. Der rund 14 000 Euro teure Umbau, damit Janne mit dem Spezialrollstuhl mitgenommen werden kann, wurde durch zahlreiche Spenden mitfinanziert. Seit einigen Wochen steht der umgebaute Van zur Verfügung.

Janne Wiosna und seine Eltern Marion und Reinald freuen sich darüber sehr. Sie sagten jetzt noch einmal Danke an alle, die mit ihren Aktionen und Spenden dazu beigetragen haben. Das waren viele Menschen und Institutionen: Die Aktion „Glückspfennig“ von Premium Aerotec, Schlömer-Stiftung und Eriksen-Grensing-Stiftung aus Oldenburg gaben Geld.

Und es waren der Lions Club Oldenburger Geest und die Freiwillige Feuerwehr, die beim Huder Lichterfest 2010 durch Aktionen und Sammlungen viele Menschen dazu bewegen konnten, für Janne Wiosna zu spenden.

Der 25-Jährige ist viel mit seinem Spezialrollstuhl draußen unterwegs, wenn es das Wetter zulässt. Am liebsten würde er damit durch seinen Heimatort Hude fahren. Mit einer Wohnung in Hude gäbe es mehr Möglichkeiten, die früheren Kontakte zu pflegen, sagt er. Janne war aktives Mitglied der Huder Feuerwehr. „Die Mitgliedschaft habe ich auch noch nicht gekündigt“, sagt der junge Mann.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude