Wildeshausen/Neerstedt - Aufgrund der Wetterlage der vergangenen Tage, wodurch sich auf zahlreichen Gewässern Eisflächen bildeten, haben sich am vergangenen Samstag Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neerstedt und der DLRG Wildeshausen zu einer Eisrettungs-Übung getroffen. Als Übungsort diente die Sandgrube des Glaner Sandkontors in Glane, um in der Praxis eine eingebrochene Person aus dem Eis zu retten.
Eike Jung, Mitglied der DLRG und Mitglied der Feuerwehr Neerstedt, rüstete sich dafür mit einem Trockentauchanzug aus und wagte sich, durch Leinen gesichert, aufs dünne Eis, auf dem er auch sofort einbrach. Cord Wachtendorf von der DLRG erklärte den Feuerwehrleuten und Wasserrettern die erforderlichen Schritte.
Zunächst wurden dem „Verunglückten“ Wurfleinen zugeworfen. Daran konnte sich der Eingebrochene erst einmal festhalten. Währenddessen rüsteten sich die Retter mit Schwimmwesten und Sicherungsgeschirr zur Eigensicherung aus. Arbeiten am und auf dem Wasser beziehungsweise auf dem Eis werden nie ungesichert durchgeführt.
Die Helfer begaben sich, durch Leinen gesichert, auf das Eis. Die mitgenommene Schleifkorbtrage der DLRG wurde dem Eingebrochen zugeschoben und unter den Körper ins Eisloch gesteckt. Dann mussten die Sicherungsleute an Land arbeiten und alles vom Eis ans rettende Ufer ziehen.
Diese Übungen wurden auch noch mit Leitern und anderen Hilfsmittel wiederholt. Zu den Einweisungen und Übungen kamen noch die Hinweise auf die notwendige Weiterversorgung von geretteten, unterkühlten Personen.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft rät allen Wintersportlern, mit dem Schlittschuhlaufen oder dem Eisspaziergang noch zu warten und sich bei dem zuständigen Amt über den Zustand des Eises zu erkundigen. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, informieren.
„Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte es mindestens 15 Zentimeter, bei Bächen und Flüssen sogar 20 Zentimeter dick sein“, so die DLRG.
