Dehmkerbrock/Oldenburg/Laage - Eine Woche nach dem tödlichen Eurofighter-Unglück ist ein Helikopter der Bundeswehr in Niedersachsen mit zwei Menschen an Bord abgestürzt. Dabei sei ein Besatzungsmitglied ums Leben gekommen, ein zweiter Mensch liege verletzt im Krankenhaus, sagte ein Bundeswehrsprecher am Montag. Der Schulungshubschrauber vom Typ Eurocopter EC 135 sei gegen 14 Uhr bei Dehmkerbrock, westlich von Hameln, verunglückt. Die Maschine des Deutschen Heeres gehöre zum Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg.
Infolge des Absturzes habe zunächst ein Getreidefeld gebrannt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Flammen wurden gelöscht. „Ein militärischer Sicherheitsbereich ist eingerichtet“, teilte die Bundeswehr mit. Der Absturzort liegt nach Angaben von Anwohnern an einer viel beflogenen Übungsstrecke.
Wegen des Absturzes sagte der Deutsche Reservistenverband das ursprünglich für Montagabend geplante Konzert der Big Band der Bundeswehr in Oldenburg ab. Es wird einen Nachholtermin geben.
Erst in der vergangenen Woche waren zwei Eurofighter der Bundeswehr bei Luftkampfübungen zusammengestoßen und nahe der Ortschaft Nossentiner Hütte (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) abgestürzt. Ein 51-jähriger Ausbilder-Pilot hatte sich mit dem Schleudersitz gerettet und den Unfall verletzt überlebt. Der 27-jährige Pilot der zweiten Unglücksmaschine starb. Eine dritte Maschine blieb unversehrt und kehrte zum Geschwader 73 „Steinhoff“ in Laage bei Rostock zurück.
Am Boden wurde niemand verletzt, allerdings wurden Wrackteile auf einem Sportplatz, einem Feld und nahe einem Kindergarten in Nossentiner Hütte gefunden. Die Bergung der Flugzeugwracks und die Suche nach der Ursache dauern an. Das Geschwader nahm aber am Montagmorgen den Flugbetrieb wieder auf.
