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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Mord mit Hammer? – Richter nimmt unwilligen Zeugen in die Zange

07.12.2018

Delmenhorst /Oldenburg Im Delmenhorster Prozess vor der Oldenburger Schwurgerichtskammer um die Tötung einer Obdachlosen mit 80 Hammerschlägen hat ein Obdachloser nach hartnäckigem Nachfragen des Richters am Donnerstag erklärt, dass der Angeklagte ihm gegenüber die Tat eingeräumt habe. Im jetzigen Totschlags-Prozess indes bestreitet der 30-jährige Angeklagte die brutale Tat auf einem Güterbahnhof in Delmenhorst vehement. Er war der Lebensgefährte der Getöteten. Die Staatsanwaltschaft stufte das Geschehen als Eifersuchtstat ein und klagte ihn wegen Totschlags an.

Der Belastungszeuge aus der Delmenhorster Obdachlosenszene, der als Wohnort „beim Bahnhof“ angab, zeigte sich am Donnerstag unwillig, umfassend auszusagen. „Ich habe Lungenkrebs, Hunger und muss noch zu einer Beerdigung“, sagte der 58-Jährige. Der Vorsitzende Richter Sebastian Bührmann konnte die Vernehmung aber nicht abbrechen. „Es geht hier um den gewaltsamen Tod einer Frau“, sagte der Vorsitzende. Der 58-Jährige war dem Angeklagten und der Getöteten bekannt. Er sprach nur Gutes über beide. Die hätten sich geliebt und nie Streit gehabt.

Von einem Geständnis des Angeklagten wisse er nichts. Er bezweifle, dass der Angeklagte der Täter sein könnte. „Dann lese ich ihnen jetzt das vor, was sie bei der Polizei gesagt haben“, so Richter Bührmann zum Zeugen. „Ich habe am 20. Dezember 2017 mit dem Angeklagten ein paar Bier getrunken und dann hat er mir erzählt, dass er die Frau getötet hat“. Diesen Satz hatte der Zeuge gegenüber dem Ermittlungsrichter wiederholt. Erst nach hartnäckigem Nachfragen räumte der Zeuge am Donnerstag seine alte Aussage ein.

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