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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Schwere Unfälle auf Autobahnen

22.01.2020

Delmenhorst Gleich zweimal mussten die Rettungskräfte am Dienstag aufgrund schwerer Unfälle auf den Autobahnen 1 und 28 ausrücken. Gegen 10.45 Uhr fuhr ein 7,5-Tonner auf der A 1 bei Stuhr in Richtung Hamburg nahezu ungebremst auf einen stark abbremsenden Sattelzug auf, meldete die Polizei. Die Fahrgastzelle des Kleinlasters wurde durch den Aufprall komplett zerstört und der Fahrer eingeklemmt. Ein Notarzt, der als Ersthelfer vor Ort war, konnte nur noch den Tod des 54-jährigen Mannes aus Bremerhaven feststellen. Der 54-jährige Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt.

Aus dem stark beschädigten 7,5-Tonner lief eine farbige Substanz auf die Fahrbahn. Um eine Gefährdung ausschließen zu können, wurden durch einen Gefahrstoffzug zunächst Messungen vorgenommen. Die Überprüfung und ein späterer Abgleich mit den Ladepapieren ergab, dass es sich um Wandfarben handelte, von denen keine Gefahr ausging. Die auslaufende Wandfarbe wurde mit Sand gebunden, um ein Absickern ins Erdreich neben der Fahrbahn zu verhindern. Drei Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr Stuhr mit etwa 100 Kameraden und 20 Fahrzeugen im Einsatz. Gegen 13 Uhr wurde der linke Fahrstreifen für einen kurzen Zeitraum freigegeben. Danach blieb die A1 bis in die Abendstunden voll gesperrt.

Bei dem schweren Unfall auf der A 28 bei Delmenhorst ist am Dienstagnachmittag nach Angaben der Polizei ein Auto unter einen Sattelzug gefahren. Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Bremen gesperrt. An einem Stauende befand sich laut Polizei gegen 15.12 Uhr ein 67-jähriger Tscheche, der seinen Lkw bis zum Stillstand abbremsen musste. „Dieses Stauende übersah der folgende Fahrer eines Pkws und fuhr mit seinem VW unter den Kastenaufbau des Lkws“, berichtet Polizeisprecher Albert Seegers. Der Autofahrer wurde eingeklemmt und erlitt schwere Verletzungen.

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