• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Suche nach verlorenen Containern geht weiter

05.01.2019

Den Helder /Bremerhaven Nach der Havarie des Riesen-Frachters „MSC Zoe“ geht an diesem Freitag die Suche nach verloren gegangenen Containern weiter. In deutschen Gewässern wurden bisher zehn Container gesichtet, allerdings konnte nur einer von ihnen gesichert werden, wie das Havariekommando mitteilte. Die anderen neun seien vom Ölüberwachungsflugzeug oder vom Polizeihubschrauber aus sichtbar gewesen. Sie waren allerdings bereits gesunken, als ein Schiff ihre Position erreichte. Bei der Suche nach den Containern unter Wasser soll am Freitag das Spezialschiff „Wega“ vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) helfen.

Die „MSC Zoe“ hatte in der Nacht auf Mittwoch auf dem Weg vom belgischen Antwerpen nach Bremerhaven rund 270 Container in stürmischer See verloren. „Bisher können wir bestätigen, dass maximal drei Container mit Gefahrgut über Bord gegangen sind“, sagte ein Sprecher des Havariekommandos am Donnerstag. „Diese Container wurden noch nicht gefunden.“

Bisher wurde an der deutschen Nordseeküste noch keine Container angespült. Am Freitagmorgen werden die Strände von Borkum, Juist und Norderney erneut auf mögliche Anlandungen abgesucht. Auf den niederländischen Wattenmeer-Inseln Vlieland, Terschelling und Ameland wurden laut der niederländischen Küstenwache mehr als 20 Container entdeckt. Das Havariekommando warnt davor, am Strand gefundene Container, Containerteile oder Gegenstände zu berühren. Auch für den Schiffsverkehr stellen die großen Behälter ein Risiko dar. Zur Unfallursache ermittelt mittlerweile die Wasserschutzpolizei Bremerhaven.

Soldaten räumen Strände auf

Soldaten auf den niederländischen Wattenmeerinseln begannen mit dem Aufräumen der Strände. Rund 100 Soldaten kamen am frühen Freitagmorgen auf Schiermonnikoog an. Der Einsatz der Armee soll mindestens zwei Tage dauern.

In der Nacht zum Freitag war auf Schiermonnikoog ein zweiter Sack mit Peroxid-Belastung gefunden worden. Inzwischen haben die Wattenmeerinseln den Schweizer Reeder MSC haftbar für den Schaden gemacht.

Forderung: Automatische Peilsender

Als Reaktion auf die Havarie des Frachters „MSC Zoe“ wird der Ruf nach der Ausrüstung von Gefahrgut-Containern mit automatischen Peilsendern lauter. Neben Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) macht sich auch die Umweltorganisation Greenpeace für eine solche Lösung stark. Dem NDR sagte ihr Chemie-Experte Manfred Santen, technisch sei es kein Problem, solche Systeme einzubauen. Sie sollen dafür sorgen, dass Container mit gefährlichen Stoffen auch unter Wasser schnell gefunden und geborgen werden können. Es gebe großen Nachholbedarf, erklärte der Greenpeace-Experte.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hatte sich zuvor bei radio ffn dafür ausgesprochen. „Das große Problem ist die Ortung der Container“, hatte er betont. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte er: „Es muss geprüft werden, ob eine Besenderung gerade der Container mit gefährlicher Fracht der Sicherheit dient.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.