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Ehrenamt Dickes Lob für Feuerwehr-Nachwuchs

Christian Schöckel

Nordenham - Großer Bahnhof bei der Jugendfeuerwehr in der Hauptwache Strehlener Straße: Zur Jahreshauptversammlung zeigten die Feuerwehr-Oberen Präsenz. Unter ihnen: Stadtbrandmeister Ralf Hoyer und sein Stellvertreter Olaf Schneider, Kreisjugendfeuerwehrwart Alexander Stahl, der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses Olaf Rodenburger und Nordenhams stellvertretender Bürgermeister Ulf Riegel. Dieses Signal sagte unmissverständlich: Die Jugend leistet gute Arbeit. Sie ist uns wichtig. Tatsächlich, so Schneider, seien über die Hälfte der Einsatzkräfte in der aktiven Wehr einst auch aktive Mitglieder in der Jugendwehr gewesen. Erst zu Beginn des neuen Jahres habe die Feuerwehr wieder vier „Neue“ übernommen.

Das Engagement des Nachwuchses ist beachtlich. Die Zahlen, die Jugendfeuerwehrwart Stefan Stahl nannte, sprechen für sich: Die 25 Mitglieder der Nordenhamer Jugendfeuerwehr leisteten im vergangenen Jahr zusammen 4317 Arbeitsstunden, durchschnittlich pro Kopf also 206 Stunden. Ihre sechs Betreuer 2035 Stunden, pro Kopf 339 – zusätzlich zu ihrer Arbeit bei den Aktiven. War das Jahr 2011 für die Jugendwehr schon eines mit sehr hohem Einsatz, so konnten die Zahlen 2012 sogar noch gesteigert werden.

Gesellenstück

Dabei standen 41 Dienste „nach Plan“ und 40 außerplanmäßige auf dem Zettel: Während der Regeltreffen wurden die Kinder in 112 Stunden feuerwehrtechnisch ausgebildet. Diese gute Vorbereitung spiegelt sich alljährlich wider, wenn – wie im Juli 2012 in Westerstede – mit der „Leistungsspange“ quasi das Gesellenstück der Feuerwehrjugend abgeliefert wird. Die restlichen Arbeitsstunden entfielen auf die Bereiche Freizeit und Öffentlichkeitsarbeit.

Wieder einmal zeigte sich, dass für Langeweile beim Nachwuchs kein Platz ist: Neben Spaß bei Spielen und bei Schwimm-, Leichtathletik- oder Koppelturnieren half der Nachwuchs beispielsweise beim Umzug und Maibaumsetzen des Clubs Weserstrand in Großensiel, beim Laternenumzug der Nordschule, dem Pfingstbaumsetzen und Osterfeuersammeln in Phiesewarden und bei Wasserspielen in Kindergärten.

Höhepunkt eines jeden Jahres ist das mehrtägige Zeltlager, das diesmal an den Tankensee ins Städtedreieck Gifhorn/Wolfsburg/Braunschweig führte, der Besuch in der Autostadt inklusive. „Wir bauten unsere Zelte auf, und hatten von Anfang an Spaß,“ erinnerte sich Stefan Stahl, „und das Essen war einfach super.“ Zurzeit, so schloss Stahl seinen Jahresbericht ab, arbeiten in der Nordenhamer Jugendfeuerwehr 18 Jungen und drei Mädchen mit. Das Durchschnittsalter liegt bei 12,7 Jahren. Weitere Kinder sind jederzeit willkommen.

Olaf Rodenburger und Ulf Riegel sprachen anschließend von „erstaunlicher Motivation“ und „hervorragender Leistung“. Der Stadtbrandmeister erinnerte daran, dass alle drei Nordenhamer Jugendwehren für 6000 Euro mit neuen, reflektierenden Jacken ausgerüstet worden seien. Die Kosten dafür teilten sich Sponsoren und die Stadt. Ralf Hoyer mit einem Augenzwinkern: „Nun brauchen wir euch nicht mehr in diese Plastiksäcke reinzustopfen.“

Posten neu besetzt

Zum Abschluss der Versammlung mussten vakante Dienstposten neu besetzt werden: Die Kinder wählten Marlon Stapelfeld zum neuen Jugendsprecher und Wiebke Dierksen zu seiner Stellvertreterin, Annalena Holtgräwe zur Jugendschriftwartin und Julian Harbers zum Gerätewart.

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