DIEKMANNSHAUSEN - DIEKMANNSHAUSEN - Zu einem besonderen Einsatz musste die Stützpunktfeuerwehr Schweiburg am Dienstagmorgen gegen 6.30 Uhr ausrücken. Auf einem Bauernhof an der Bäderstraße entdeckte der Hofbesitzer am frühen Morgen, dass zwei Rinder in den Güllekeller eingebrochen waren. Zwei Tiere konnte er noch am Schacht vor dem Einsturz retten, ein Tier davon drohte durch das Halsband, das abgeschnitten werden musste, zu strangulieren.

Sofort wurde die Feuerwehr zu Hilfe gerufen. Zum Abpumpen der Gülle aus dem fast gefüllten Keller wurde auch ein Güllefahrzeug eines Lohnunternehmens mit eingesetzt. Damit die Gülle flüssig wird, wurde Wasser zugemischt, da sich durch Rühren Gase entwickelt hätten, die für die Tiere gefährlich gewesen wären. Durch das Frischwasser kam zusätzlicher Sauerstoff in den Keller. Außerdem wurde für die Frischluftzufuhr zeitweise ein Hochdrucklüfter eingesetzt.

Die Feuerwehrmänner, die im und am Keller arbeiten mussten, waren mit Wathosen und Atemschutzgeräten ausgerüstet. „Mit Seil und Bauchgurt haben wir die Rinder schließlich mit Kopf und Beinen nach vorne unversehrt durch ein Seitenloch aus dem Güllekeller gezogen“, berichtete Ortsbrandmeister Jörg Schröder. Über 20 Feuerwehrleute waren anfangs und über zehn bis zum Schluss kurz nach Mittag hier im Einsatz, der gut gelaufen ist.

Anschließend mussten nicht nur die Geräte und Ausrüstungen gereinigt werden, auch die Feuerwehrmänner mussten kräftig geschrubbt werden, um den Güllegeruch wieder los zu werden.