DIPPOLDISWALDE - Der Tag ist noch nicht alt, 9.15 Uhr, Autobahnraststätte Allertal: Nach gut zweistündiger Busfahrt legt die 46-köpfige Reisegruppe aus Bösel auf dem Weg in ihre Partnerstadt Dippoldiswalde, Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, ihre erste Pause ein. Schnell sind die Tische auf dem Parkplatz dekoriert und mit mitgebrachte Brötchen, Gurken, Kaffee und Tee beladen. In gemütlicher Atmosphäre wird gefrühstückt. Die Pause ist kurz, denn nach den zurückgelegten 200 Kilometern warten noch weitere 350 Kilometer Autobahn und Bundesstraße auf die Teilnehmer.
Bei einem weiteren Stopp gab es Würstchen und Kartoffelsalat aus der Heimat, ehe das Ziel Dippoldiswalde erreicht wurde, um mit dem Stadtfest und dem 20-jährigen Bestehen der kommunalen Verbindung zwei schöne Anlässe gemeinsam zu feiern. Pünktlich um 18 Uhr hörte es mit der offiziellen Eröffnung durch Oberbürgermeister Ralf Kerndt und dem Auftritt der DJK-Volkstanzgruppe Bösel auf zu regnen. Bösels Bürgermeister Hermann Block erlebte, dass das Anstechen eines Fasses so seine Tücken haben kann; anschließend hatte er jedoch die Freude, den ersten Schluck aus dem Stadtfest-Bierglas nehmen zu dürfen.
Die Feuerwehrkapelle und die DJK-Tanzgruppe aus Bösel gestalteten das weitere Rahmenprogramm, bevor die Oldie-Nacht startete. Zu diesem Zeitpunkt war die Böseler Delegation gemeinsam mit Vertretern der Stadt Dippoldiswalde im Feuerwehrhaus, um Kontakte zu pflegen oder aufzubauen (NWZ
berichtete).Nach den ersten Stadtfest-Erlebnissen war Dresden und Königstein das Ziel am nächsten Tag. Geschichtliche Eindrücke vermittelte eine Führung durch Dresdens Altstadt. Die Festung Königstein ist eine der größten Bergfestungen in Europa und liegt inmitten des Elbsandsteingebirges.
Das 9,5 Hektar große Felsplateau erhebt sich 240 Meter über die Elbe und zeugt mit über 50 teilweise 400 Jahre alten Bauten vom militärischen und zivilen Leben.
Mit einem Abendessen in der „Reichskrone“ und dem Besuch des Dippser Stadtfestes auf Marktplatz und Schlossplatz klang der Tag aus.
