Wildeshausen - Beim letzten Sonntagsdienst im Januar trafen sich die 3. und die 4. Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen und die örtliche DLRG zur Einweisung in die Schlauchboote der DLRG für die Feuerwehrmitglieder. Danach fuhren die Helfer an ein Gewässer, um gemeinsam, in einer praktischen Einsatzübung, eingebrochene Personen aus dem Eis zu retten.
Sven Bischoff und Lars Barkemeyer rüsteten sich dafür mit Überlebensanzügen der DLRG aus und wagten sich, durch Leinen gesichert, aufs dünne Eis, wo sie „einbrachen“. Dabei wurde ein wenig nachgeholfen.
Cord Wachtendorf von der DLRG erklärte den Feuerwehrleuten und Wasserrettern die erforderlichen Maßnahmen.
Als Erstmaßnahme wurde den „Verunglückten“ Wurfleinen zugeworfen. An diesen Rettungsmitteln konnten sich die Eingebrochenen erst einmal festhalten.
Währenddessen rüsteten sich die Eisretter mit Schwimmwesten und Sicherungsgeschirr zur Eigensicherung aus. Arbeiten am und auf dem Wasser oder Eis werden nie ungesichert durchgeführt, erfuhren die Teilnehmer der Übung. Auch wird alles Gerät auf dem Eis angeleint.
Dann begaben sich die Helfer, durch Leinen gesichert, auf das dünne Eis.
Für die Eigensicherung wurde das Schlauchboot der DLRG mitgeführt. Die Schleifkorbtrage der Freiwilligen Feuerwehr wurde dem Eingebrochen zugeschoben und unter den Körper ins Eisloch gesteckt.
Dann mussten die Sicherungsleute an Land hart arbeiten und alles ans rettende Ufer ziehen. Diese Übungen wurden auch noch mit der Bandschlinge wiederholt.
Ein Teil der beteiligten Feuerwehrleute übte parallel die Wasserentnahme aus zugefrorenen Gewässern.
Nach zweieinhalb Stunden Dienst bei Schneeregen und Kälte wurden die Geräte im Feuerwehrhaus wieder einsatzklar gemacht.
Nach einem gemeinsamen Imbiss und dem Abschlussgespräch gingen die freiwilligen Helfer ins Restwochenende.
