Dötlingen - „Sie macht einen tollen Job. Meine Anerkennung“, so würdigte Landrat Carsten Harings am Samstag die Leistung von Diane Febert. Sie leitete am Samstag erstmals als Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Oldenburg die Vertreterversammlung. Bis vor vor einem Jahr hatten die ehrenamtlichen Brandschützer auf das Kommando von Peter Sparkuhl gehört.

Neben verschiedenen Ehrungen und den Wahlen zum Vorstand standen bei der Versammlung in Dötlingen Grußworte und der Bericht der Verbandsvorsitzenden an. Febert präsentierte die ganze Welt der Feuerwehr mit Technik, Wissen, Einsätzen, aber auch Problemen wie der Herabsetzung von Hemmschwellen uneinsichtiger Krawall-Zeitgenossen. Die Beschimpfung und sogar tätliche Übergriffe gegenüber Rettern, nicht nur die der Feuerwehr, verurteilten alle Rednerinnen und Redner aufs Schärfste. Als Beispiel führte Landrat Harings den Angriff eines Hilfebedürftigen auf den Sanitäter während einer Kohlfahrt in Hatten an.

Dötlingens stellvertretende Bürgermeisterin Ute Ziemann erinnerte im 85. Jahr des Bestehens des Kreisfeuerwehrverbandes an die Ehrenamtstätigkeit, die weit über das normale Maß hinausgehe und an 24 Stunden und 365 Tagen im Jahr zum Wohle der Allgemeinheit stehe. Gerke Stüven, neue Leiterin des Polizeikommissariats Wildeshausen, stellte sich und ihr Aufgabengebiet im Landkreis Oldenburg vor.

Der Vertreter der Landesbrandkasse Oldenburg, Frank Schwerter, berichtete von einer Schadensquote von 91 Prozent trotz der Stürme Xavier und Friederike. Damit bleibe Geld für die Förderungen auch des Kreisfeuerwehrverbandes (1250 Euro) übrig. Carsten Prellberg von der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz wies dagegen auf eine Steigerung der Ausbildungsplätze in Loy und Celle hin.

In ihrem ersten Jahresbericht bat Verbandsvorsitzende Febert um Nachsicht. Gesicht und Stimme von Sparkuhl hätten noch viele im Sinn. „Für mich sind die noch verbleibenden drei Jahre Amtszeit Lehrzeit“, betonte sie mit dem Hinweis im Blick auf die ständigen Frotzeleien Sparkuhls. „Danach kann ich auch anders…“.

Kreisbrandmeister Andreas Tangemann erinnerte an das Plus der Einsätze durch die Stürme und damit Mehrarbeit für die 32 Ortsfeuerwehren und eine Werksfeuerwehr im Landkreis. 578 Atemschutzgeräteträger stünden zur Verfügung – 30 weniger gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig gab er den Wechsel im Gefahrgutzug bekannt. 18 Jahre war Bernd Lembke Zugführer. Er gibt den Posten nun an seinen Stellvertreter Heiner Jacobs ab. Neuer Stellvertreter ist Marco Röpke.

Vorgestellt und bestätigt wurden die gewählten Jugendwarte. Kreisjugendfeuerwehrwart bleibt Werner Mietzon, Stellvertreter Thomas Heuermann und 2. Stellvertreter André Gerke.

Zum stellvertretenden Verbandsvorsitzenden wurde in der Versammlung Reiner Schröder gewählt, Torsten Bahrs zum Schriftführer und Sabine Engelmann-Lemke zur Kreisstabsführerin.

Die nächste Vertreterversammlung wird 2019 in der Samtgemeinde Harpstedt abgehalten. Das wurde einstimmig beschlossen.