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Feuerwehr Doppelter Grund zum Feiern in Reitland

Beatrix Schulte

Reitland - Mit einer großen Feier in der Fahrzeughalle hat die Freiwillige Feuerwehr Reitland am Sonnabend zwei wichtige Ereignisse gewürdigt. Im Beisein vieler Gäste wurden die Einweihung des 64 Quadratmeter großen Anbaus und die Übergabe des neuen Messfahrzeugs mit einem Grünkohlessen und einem gemütlichen Beisammensein gebührend gefeiert.

Gleich zwei Schlüssel konnte Ortsbrandmeister Frerk Basshusen in Empfang nehmen. Den Schlüssel für den Anbau mit zwei nach Geschlechtern getrennten Umkleideräumen und einem Abstellraum für Schläuche und einen Wasserwerfer überreichte der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Stadland, Rolf Baumann. „Wir geben als Gemeinde gerne Geld zu solchen Projekten“, sagte er, „die Kameraden sollen sich ja wohl fühlen.“ Rolf Baumann lobte – wie die anderen Ehrengäste auch – das große Engagement und die erhebliche Eigenleistung.

65 000 Euro gespart

CDU-Fraktionsvorsitzender Günther Busch wies darauf hin, dass das Projekt fast gescheitert wäre, da es ursprünglich auf 120  000 Euro veranschlagt war. Erst durch die eifrige Mitarbeit der Feuerwehrmitglieder, die rund 1300 Stunden leisteten und damit etwa 65  000 Euro an Kosten einsparten, wurde der Anbau für die Gemeinde finanzierbar. Angesichts einer solchen Eigenleistung sei es geradezu die Pflicht der Gemeinde, für derartige Projekte Geld in die Hand zu nehmen, betonte Günther Busch.

Gleichzeitig mit dem Anbau musste in der Fahrzeughalle eine neue Absauganlage installiert werden. Und um die Sache abzurunden, wurden im Schulungsraum die alten Holzfenster aus dem Jahr 1979 ausgetauscht. Die neuen dreiflügeligen Kunststofffenster sorgen für eine bessere Energiebilanz des Gebäudes.

Das Bauvorhaben hatte Ortsbrandmeister Frerk Basshusen, der 2011 zunächst mit einer Handskizze seine Vorschläge der Gemeindeverwaltung unterbreitete, auf den Weg gebracht. Baubeginn war dann nach etlichen Behördengängen und Absprachen mit dem Kreisfeuerwehrverband im Januar 2013. In zehn Monaten werkelten vor allem an den Wochenenden viele Kameraden und Helfer. Der normale Feuerwehrdienst wurde während dieser Zeit überwiegend von den jüngeren Mitgliedern der Reitlander Feuerwehr abgeleistet – und das alles neben dem normalen Berufsleben.

Gemeindebrandmeister Jörg Wiggers sprach davon, dass sich der Planer, Organisator und Koordinator Frerk Basshusen mit dem Anbau ein Denkmal gesetzt habe.

Den zweiten Schlüssel erhielten der Ortsbrandmeister und sein Messtruppführer Thomas Janßen für das neue Fahrzeug, das zum ABC-Messtrupp der Kreisfeuerwehrbereitschaft gehört und in Reitland stationiert wird. Mit dem 180 PS starken Messauto können die Feuerwehrleute Schadstoffe ermitteln die beispielsweise bei einem Störfall im Kernkraftwerk oder im Zwischenlager in Kleinensiel austreten können.

Das Fahrzeug ist zudem mit einem 2-Tonnen-Anhänger bestückt, in dem Platz für 600 Meter Schläuche ist. Das Messauto sei noch nicht ganz ausgebaut, berichtete der stellvertretende Landrat Dieter Kohlmann bei der Schlüsselübergabe. Dies werde von den Feuerwehren selbst übernommen und spare somit Kosten für den Landkreis. Die Kreisbereitschaft sei Tag und Nacht im Einsatz. Deshalb lohne sich eine solche Investition, die immer dem Schutz der Bevölkerung diene.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Ralf Hoyer verwies darauf, dass dies bereits das dritte Messfahrzeug im Kreis sei und wünschte „allzeit gute Fahrt“.

Vereine gratulieren

Auch die örtlichen Vereine wie die Boßler, die Gymnastikfrauen, die Speelschar und die Schützen gratulierten der Reitlander Feuerwehr und bedankten sich für deren Einsatz für die Allgemeinheit. Von den eigenen Kameraden gab es ebenfalls ein Präsent für Frerk Basshusen und dessen Frau Anette.

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