Cuxhaven - Beim Absturz eines Sportflugzeugs sind am Sonnabend in Sandstedt bei Cuxhaven drei Menschen ums Leben gekommen. Es handelt sich um drei Männer, die am Morgen vom Flugplatz Borkenberge südwestlich von Münster (Nordrhein-Westfalen) gestartet waren. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war das Flugzeug kurz zuvor mit einem anderen Kleinflugzeug zusammengestoßen. Die Piloten sollen noch versucht haben, einander auszuweichen.

Der Pilot der anderen Maschine konnte auf dem Regionalflughafen Bremerhaven notlanden, wo er am Morgen auch gestartet war. Er blieb nach Polizeiauskunft unverletzt. Sein Flugzeug wurde beschlagnahmt. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) wurde eingeschaltet und hat die Ermittlungen übernommen.

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Ein Rettungshubschrauber aus Bremen war zuerst an der Unglücksstelle, wo ein Notarzt den Tod der Flugzeuginsassen feststellte. Rund 60 Rettungskräfte der Feuerwehr haben nicht mehr eingegriffen, da die BFU das gesamte Gebiet gesperrt hat. Ein Feuerwehrfahrzeug ist bei dem Einsatz in einen Graben gerutscht.

Es ist in diesem Jahr das fünfte Mal, dass in Niedersachsen ein Klein- oder Sportflugzeug abgestürzt ist. Karfreitag verunglückte der Pilot eines Kleinflugzeuges auf dem Weg von Kassel nach Sömmerda in Thüringen in Südniedersachsen. Bei dem Absturz eines Kleinflugzeuges an der A28 Mitte April bei Hatten starb der Bürgermeister der Gemeinde Kirchseelte (Landkreis Oldenburg). Anfang Mai kam 67-Jähriger beim Absturz eines Segelfliegers in Bad Münder ums Leben. In Melle bei Osnabrück starben nur wenige Tage später zwei Männer in einem Ultraleichtflugzeug.