Schillig - Durch einen Großeinsatz verschiedener Rettungskräfte wurden am Montag drei Touristinnen aus dem Wattenmeer vor dem Strand von Schillig (Landkreis Friesland) gerettet. Die drei Frauen saßen etwa 500 Meter vom Strand entfernt bis zur Hüfte im Schlick fest und konnten sich selbst nicht mehr aus der misslichen Lage befreien. Auch ihre beiden Hunde steckten im Watt fest.
Die Urlauberinnen hatten sich bei Niedrigwasser zu einem Spaziergang ins Wattenmeer aufgemacht und waren, als sie in das Schlick-Gebiet kamen, weitergegangen, weil sie glaubten, irgendwann bekämen sie wieder festen Boden unter die Füße. Als sie dann feststellten, dass es nicht mehr weiterging und sie weder vor noch zurück gehen konnten, alarmierten sie durch einen Notruf mit dem Handy die Rettungskräfte.
Später wurden dann zwei von ihnen vom Rettungshubschrauber Christoph 26 aus Sande mit einer Winde geborgen. Die dritte Frau und die beiden Hunde wurden von den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Minsen mit einen Wattschlitten aus ihrer misslichen Lage befreit.
Bei den drei Frauen handelte es sich um Touristinnen, die sich in Schillig zum Strandurlaub verabredet hatten. Eine von ihnen kam aus Schwanewede, eine aus New York und die dritte aus Irland. Sie blieben bei dem Abenteuer unverletzt.
Minsens Ortsbrandmeister Norbert Freymuth, der den gesamten Einsatz leitete: „Die Frauen hatten natürlich Glück, dass die Gesamtsituation ziemlich günstig war. Es herrschte Niedrigwasser, so dass auch von Seeseite keine unmittelbare Gefahr drohte.“ Die Retter empfahlen den Frauen jedoch, künftig die Richtung zu wechseln, wenn es schlickig wird. Am besten einfach zurück. Insgesamt waren an der Rettungsaktion 13 Mann der Feuerwehr Minsen, ein Rettungswagen, der Rettungshubschrauber, eine Polizeistreife sowie die DLRG beteiligt.
