Cloppenburg - Angehörige der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta haben auf einem Autohof bei Cloppenburg die wohl bisher größte im Oldenburger Münsterland gefundene Menge Drogen sichergestellt. Das Rauschgift, 30 Kilogramm Marihuana und zahlreiche Ecstasy-Pillen, war zwischen regulärer Fracht auf der Ladefläche eines niederländischen Lkw versteckt. Der Marktwert liegt im unteren sechsstelligen Bereich.

Der Zugriff erfolgte nach Angaben von Polizeisprecher Jan Dirk Meiners (Cloppenburg) nach Hinweisen von Behörden aus Dänemark und den Niederlanden in der Nacht zu Freitag, 21. Juli. Ein aus Oldenburg angeforderter Rauschgiftspürhund entdeckte die Drogen. Nach eigenen Angaben hatte der Fahrer einer niederländischen Spedition sie beim Laden nicht bemerkt.

Wie die Polizei am Dienstagnachmittag mitteilte, hatte eine in Kopenhagen ansässige, international agierende Gruppe einen unwissenden Spediteur beauftragt, Fracht von Kopenhagen nach Amsterdam zu transportieren. Während der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrerpause auf dem Autohof wurde der Lastzug von den Beamten ausfindig gemacht. Bei vier auf der Ladefläche befindlichen Umzugskartons schlug der Spürhund an. Über den Inhalt staunten die Beamten und der Fahrer nicht schlecht: Zwischen Kunststoffsäcken waren die Drogenpakete versteckt.

Der Lkw-Fahrer wurde zunächst vorläufig festgenommen. Weil er, so Meiners weiter, „jedoch glaubhaft darlegen konnte, von der illegalen Ladung nichts gewusst zu haben“, wurde er jedoch nach Abschluss der Polizeiaktion und in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Auskünfte über Folgeermittlungen konnte Meiners nicht geben. Zur Begründung verwies er darauf, dass die weitere Bearbeitung des Falls in den Zuständigkeitsbereich der dänischen und der der niederländischen Polizei falle.