Bremen - Im Bremer Gefängnis ist der Versuch gescheitert, Drogen mit Hilfe einer Drohne einzuschmuggeln. Wächter fanden das kleine ferngesteuerte Flugobjekt im Hof der Justizvollzugsanstalt, berichtete die Zeitung „Weser-Kurier“ am Donnerstag. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, sagte der Sprecher der Justizbehörde, Jörg Lockfeldt. Der Vorfall hatte sich bereits Anfang Dezember ereignet. An dem Quadrocopter war eine Kugel mit zehn Gramm Marihuana befestigt.

Der Versuch, mit Hilfe einer Drohne Drogen ins Gefängnis zu bringen, sei in Bremen neu. Immer wieder würden Päckchen mit Rauschgift oder Handys über die Mauer geworfen, sagte Lockfeldt. Auch bestehe die Gefahr, dass Besucher trotz Durchsuchung unerlaubte Gegenstände oder Drogen einschmuggeln. Die Justizbehörde lasse Teile der JVA deswegen regelmäßig von Spürhunden absuchen. Auch schauten sich Mitarbeiter den Hof genau an, bevor Insassen dort an die frische Luft dürfen.

Mit den Justizministerien der anderen Bundesländer sei man bereits über technische Möglichkeiten im Gespräch, um den Einsatz von Drohnen über Gefängnissen zu verhindern. Eine Anlage zur Störung von Steuerungssignalen dürfe aber weder das Telefonnetz in der Umgebung noch das Alarmsystem der JVA beeinträchtigen, sagte Lockfeldt.