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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Ein Toter bei Brand in Wiefelsteder Altenheim

22.10.2014
NWZonline.de NWZonline 2015-07-21T18:58:56Z 280 158

Feuer Im Patrineum:
Ein Toter bei Brand in Wiefelsteder Altenheim

Wiefelstede Bei einem Brand in einem Haus für Demenzkranke des Pflegeheims Patrineum in Wiefelstede ist am Dienstag ein Bewohner ums Leben gekommen, 21 weitere wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht, eine dieser Personen gilt als schwerstverletzt. Auch vier Mitarbeiter der Einrichtung, die als erste mit der Rettung der insgesamt 30 Einwohner des Hauses begonnen hatten, wurden vorsorglich ärztlich betreut. Die Brandursache ist nach Angaben von Jens Hinrichs, Pressesprecher der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland, bislang noch unklar, Beamte der Spurensicherung aus Oldenburg und Westerstede waren am Dienstagnachmittag bereits vor Ort.

Der Verstorbene war am Nachmittag noch nicht abschließend identifiziert, sagte Hinrichs vor Ort: Er wurde geborgen, nachdem die Rettung der anderen Bewohner abgeschlossen war. Vermutlich handelt es sich aber um einen 66-Jährigen, der gemeinsam mit einem Mitbewohner jenes Zimmer bewohnte, in dem das Feuer ausgebrochen war.

Insgesamt hat das Haus für die an Demenz Erkrankten an der Straße „Am Esch“ 30 Bewohner im Alter von 40 bis 90 Jahren. Die Brandmeldeanlage im Haus hatte nach Hinrichs’ Angaben um 12.23 Uhr Alarm ausgelöst. „Die ersten Feuerwehreinheiten waren schnell vor Ort“, berichtete der Pressesprecher. Zuvor hatten vier Mitarbeiter des Patrineum bereits mit der Rettung der Bewohner begonnen. Die Feuerwehren aus Wiefelstede, Hahn, Metjendorf, Gristede und Mollberg sowie die Berufsfeuerwehr Oldenburg mit einer Drehleiter – insgesamt waren nach Schätzung von Kreisbrandmeister Johann Westendorf gut 85 Mann im Einsatz – machten sich daran, die Bewohner zu retten. Teilweise gestaltete sich das schwierig, weil einige Bewohner auch mit Hilfe der Drehleiter in ihren Betten aus dem Haus gebracht werden mussten. Dabei kamen wegen der starken Rauchentwicklung im Haus Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Als die ersten Einheiten eintrafen, quoll bereits dichter Rauch aus zwei Fenstern zur Straße „Am Esch“ hin, beide Glasfenster waren mit einem lauten Knall nach außen explodiert, berichtete ein Nachbar.

Für Angehörige wurde von der Polizei eine Sammelstelle eingerichtet, Krisen-Interventionskräfte waren zur Betreuung angefordert, sagte Hinrichs.

Allein im Klinikzentrum in Westerstede wurden am Dienstag 17 der 21 Verletzten betreut, auch der Schwerverletzte, der noch künstlich beatmet werden musste. Am Abend hieß es dann, 12 der Verletzten hätten das Krankenhaus wieder verlassen und seien zunächst in andere Pflegeeinrichtungen gebracht worden. Vier Patienten bleiben weiterhin dort, ebenso der Schwerstverletzte, der am Abend immer noch auf der Intensivstation lag. Auch das Pflegeheim Patrineum hatte zu Beginn Betreuer mit ins Klinikzentrum geschickt. Diejenigen Bewohner, die nicht verletzt waren, wurden im Haupthaus des Patrineums betreut. Der Sachschaden war am Dienstag noch unbekannt.