Eckfleth - Ein „ruhiges Jahr“ heißt noch lange nicht, dass die Aktiven der Feuerwehren ihre Hände in den Schoss legen und vergebens auf Einsätze warten. Diese Vorstellung rückte am Freitagabend auf der Jahreshauptversammlung der Ortswehr Bardenfleth der Ortsbrandmeister Klaus Speckels im Eckflether Kroog mit seinem ausführlichen Jahresbericht zurecht.
Zwar verzeichnete die Ortswehr „nur“ acht Einsätze, (im Jahr 2007 waren es 17), aber einige davon hatten es richtig in sich. So investierten die Aktiven bei ihrem Einsatz an der Fachklinik „Moorkieker“ fünf Stunden, um das Haus vor einer Eiche, die umzustürzen drohte, zu schützen. Knüppeldick kam es bei einem Reethdachbrand in Neuenbrok. Das Wohnhaus, es gehörte einem Feuerwehrkameraden, brannte bis auf die Grundmauern nieder. Speckels: „Dass ein Kamerad der Nachbarwehr bei diesem Einsatz einen schweren Unfall erlitt, war ein zusätzlicher Schicksalsschlag.“
Im Juli 2012 gelang es den Kameraden, ein Pony aus einem Graben zu retten, der letzte Einsatz führte die Ortswehr im August zu einem Großbrand auf dem Timpen in Elsfleth. Speckels: „Durch die Umstellung der Großleitstelle kam es bei diesem Einsatz zu einigen Irritationen. Wir bekamen keinen Hinweis auf den genauen Einsatzort und konnten uns nur an dem Stichwort ,Bahnhof Elsfleth’ und dem hellen Feuerschein orientieren.“
Grund zur Freude hatten die Wehrmitglieder beim Stadtfeuerwehrtag. Sie waren nicht nur Gastgeber, sondern auch erstmals nach Jahren die Sieger des Wettbewerbs. Neben den regulären Diensten organisierte die Ortswehr zwei Blutspendeaktionen, das Maibaumsetzen, den Feuerwehrball, Grünkohlfahrt und die traditionelle Weihnachtsfeier mit den Alterskameraden und den Frauen, die während der Kriegsjahre den Feuerschutz im Dorf leisteten.
Insgesamt leistete die Bardenflether Ortswehr 2460 Dienst-, Arbeits- und Einsatzstunden. Tätig sind 35 aktive Kameraden und Kameradinnen, das Durchschnittsalter liegt bei 35,4 Jahren. Als Gruppenführer wählte die Versammlung Horst Korte (1. Gruppenführer) und Jörg Stumpenhorst (2. Gruppenführer). Stadtbrandmeister Jürgen Zech beförderte Julian Schmidt zum Oberfeuerwehrmann.
