Oldenburger Land - Alle Hände voll zu tun hatten Feuerwehr und Polizei zum Jahreswechsel im Oldenburger Land.
Gleich mehrfach mussten die Löschkräfte in der Silvesternacht zu Hausbränden ausrücken. So verlor nur wenige Minuten nach Mitternacht eine vierköpfige Familie in Elmeloh (Landkreis Oldenburg) ihr Einfamilienhaus durch ein Feuer. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an, Brandursache und Schadenshöhe sind bislang unklar.
Rund 200 Feuerwehrleute rückten in der Silversternacht zur Volksbank nach Apen (Landkreis Ammerland) aus: Dort hatte eine Silvesterrakete die Regenrinne getroffen. Was zunächst wie eine Bagatelle aussah, entwickelte sich zunehmend dramatisch: Das Feuer breitete sich in der Zwischendecke aus, immer wieder züngelten Flammen aus dem Obergeschoss des Gebäudes. Verletzt wurde niemand, Polizei und Feuerwehr gehen von 20 000 Euro Sachschaden aus.
Überhaupt ging es buchstäblich heiß her für die Feuerwehren im Ammerland: Bereits am frühen Abend war ein Brand in einer Doppelhaushälfte nahe der Westersteder Innenstand ausgebrochen. Personen kamen nicht zu Schaden. Im Verlauf der Nacht bekamen es die Einsatzkräfte dann mit einem Wohnmobilbrand, einem Autobrand in einem Carport und mit zwei Heckenbränden tun. Letztere wurden durch Feuerwerk ausgelöst, in allen anderen Fällen ist die Brandursache noch unbekannt.
Einen Großeinsatz gab es in der Silvesternacht auch für die Feuerwehren des Nordkreises Cloppenburg: In Friesoythe war gegen 1,45 Uhr ein Stall in Brand geraten. 130 Feuerwehrleute waren im Einsatz, sie konnten die 200 Schweine aus dem Stall retten und ein Übergreifen des Feuers auf einen 30 000-Liter-Dieseltank verhindern. Den Schaden schätzt die Polizei auf 100 000 Euro, die Brandursache ist noch unbekannt.
Kaum Zweifel gibt es hingegen am Auslöser eines Brandes im Anbau eines Hauses in Molbergen (Landkreis Cloppenburg): Dort war kurz zuvor ein Feuerwerkskörper gelandet. In dem Anbau wurden Bau- und Gartengeräte beschädigt.
Probleme bekam die Feuerwehr bei einem Kellerbrand in Wildeshausen – nicht wegen des Feuers, sondern wegen „feiernder“ Wildeshauser: „Massiv“, so der stellvertretende Ortsbrandmeister Conrad Kramer, seien die Löschfahrzeuge bei der Anfahrt mit Knallkörpern beworfen worden.
Aggressiv war die Stimmung auch anderorts in der Silvesternacht. Die Cloppenburger Polizei musste in Molbergen kurz nach Mitternacht rund 15 Streithähne trennen. Mindestens ein 28-Jähriger war bei der Auseinandersetzung erheblich verletzt worden, weil ihm ein 20-Jähriger mit einer Gaspistole ins Gesicht geschossen hatte. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, ebenso wie im Fall einer Schlägerei in der Cloppenburger Innenstadt wenige Minuten vor dem Jahreswechsel.
