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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Katzen-Quäler muss nun doch um Jagdschein bangen

22.11.2017

Emstek /Cloppenburg Nach Schüssen auf eine Katze muss ein Jäger aus Emstek nun doch um seinen Jagdschein fürchten. Der Landkreis Cloppenburg hat die Akten der Staatsanwaltschaft zur Einsichtnahme angefordert.

Zuvor war der Mann, der mit einem Schrotgewehr auf das Tier geschossen, es schwer verletzt und dann offensichtlich zum Sterben in ein Feld geschleudert hatte, vom Landgericht Oldenburg verurteilt worden. Das Tier musste eingeschläfert werden. Die Geldstrafe, 50 Tagessätze, ist jedoch zu gering, um dem Mann den Jagdschein zu entziehen. Dazu wäre eine Strafe von mindestens 60 Tagessätzen nötig gewesen. Zuvor hatte ihn das Amtsgericht Cloppenburg zwar zu 70 Tagessätzen verurteilt. Das Urteil war vom Landgericht in höherer Instanz jedoch gekippt und korrigiert worden.

Jetzt reagiert der Landkreis: Die untere Jagdbehörde werde in diesem Fall eine „ergebnisoffene“ Zuverlässigkeitsprüfung vornehmen, teilte eine Sprecherin des Kreises auf NWZ-Anfrage mit. Die Zuverlässigkeit aller registrierten Jäger werde regelmäßig von Amts wegen verdachtsunabhängig oder auch anlassbezogen überprüft, heißt es aus der Kreisverwaltung. Die Schüsse auf die Katze, auch in der Absicht sie zu töten oder mindestens schwer zu verletzen, gelten dem Gesetz nach als Sachbeschädigung.