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Jubiläum Erste Retter kamen vom Militär

Osternburg - „Einer für alle, alle für einen“: Diesen Wahlspruch kennt man nicht nur aus Alexandre Dumas’ Roman „Die drei Musketiere“, er ist auch oberstes Gebot der Feuerwehr. Denn um Leben sowie Hab und Gut zu retten, sind Einsatzbereitschaft und gegenseitiges Vertrauen die Basis. Hinzu kommen eine gute Ausrüstung und optimale Ausbildung. Das gilt nicht nur für die Berufsfeuerwehr in Oldenburg, sondern auch für die sechs Freiwilligen Ortswehren, die ihr zur Seite stehen. Eine davon ist die Einheit Osternburg – und die wird nun 150 Jahre alt.

Fest im Sommer

Das Jubiläum wird mit einem Festakt mit geladenen Gästen an diesem Sonntag eingeläutet. Die Öffentlichkeit ist dann im Sommer eingeladen. Die Osternburger Feuerwehrleute bereiten für den 27. Juli einen Tag der offenen Tür in ihrem Domizil an der Schützenhofstraße 14 vor.

Mit einem Feuer begann die Geschichte der Ortsfeuerwehr. 1857 gab es in der Glashütte einen Großbrand, der nur unter erschwerten Bedingungen von den schlecht ausgerüsteten Helfern aus Osternburg sowie Rettungskräften aus der Stadt Oldenburg gelöscht werden konnte. Daraufhin machte der Stadtmagistrat in einem Schreiben an das Großherzogliche Amt in Oldenburg klar, dass „das Dorf Osternburg eine eigene Feuerlöschanstalt länger nicht entbehren könne“.

Der Plan einiger Mitglieder des Osternburger Turnvereins, nach dem Vorbild der Stadt Oldenburg eine freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen, wurde abgelehnt, da die Männer tagsüber nur schwer zu erreichen wären und so ein ausreichender Schutz nicht gewährleistet sei. Man griff lieber auf eine komplette Mannschaft des damals in Osternburg stationieren Dragonerregiments zurück. 1864 wurde die Feuerwehr gegründet, bereits 1865 schaffte man mit Hilfe des Regiments eine Feuerspritze an.

Zunächst war die Einheit auf dem Kasernengelände untergebracht, später erwarb die Gemeinde ein Spritzenhaus in der Cloppenburger Straße, 1904 bezog die Feuerwehr die Halle des Osternburger Turnvereins in der Bremer Straße. 1905 gehörten fünf Spritzen und eine 18 Meter hohe mechanische Leiter zur Ausrüstung. Hier blieb man bis 1957. Dann wurde ein neues Feuerwehrhaus an der Sophie-Schütte-Straße gebaut, das man 22 Jahre später wieder verlassen musste, weil die Schule dort einen Erweiterungsbau bekam. Neuer Standort war die Schützenhofstraße 14, wo man auch heute noch stationiert ist (siehe Info-Kasten).

Brandschutzerziehung

Bei vielen Großbränden wurde die Einheit hinzugezogen – und bewies ihren guten Ausbildungsstand. So zum Beispiel beim Feuer in der Diskothek Renaissance (1992), beim AGO und Hengelbräu (1998), auf der früheren Mülldeponie (2001) und beim Brand von drei Häusern in Bornhorst im vergangenen Jahr. Dazu kommen viele weitere kleinere Einsätze und Hilfsleistungen. Auch in der Brandschutzerziehung in Grundschulen und Kindergärten sind die Feuerwehrleute tätig – und werben so möglicherweise auch für Nachwuchskräfte.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg
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