Man kann es fast gar nicht glauben: Nach mehr als zwei Jahren nähert sich eine beispiellose Gerichts- und Bürokratieposse wohl in diesem Jahr ihrem Ende zu. Falls eine Verhandlung im Sommer starten sollte, könnte der Bootsunfall noch in diesem Jahr abgeschlossen werden und ein Urteil fallen.

Nicht nur für die Angehörigen der Opfer, sondern auch für den Angeklagten selbst wäre ein schneller Schlussstrich wünschenswert. Viel zu lange war das Aufarbeiten des tragischen Unglücks ein Spielball der Justiz. Gleichzeitig kann man nur hoffen, dass die Behörden aus diesem beispiellosen Fall lernen, in Zukunft deutlich schneller eine Entscheidung zu fällen.