Neustadtgödens - Dass es in Sande zwei Ortswehren gibt – eine in Sande, eine in Neustadtgödens – sei gut und bleibe auch so: Darin waren sich trotz immer wieder aufflammender Diskussionen am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gödens Ortsbrandmeister Frank Maaß und Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg einig.

Frank Maaß berichtete von einer schlagkräftigen Gruppe, die sowohl im Alleingang als auch zusammen mit der Ortswehr Sande Stärke beweise. Die Bedeutung der beiden Wehren habe sich unter anderem bei drei Großbränden gezeigt.

Insgesamt rückte die Wehr 2015 zu 27 Einsätzen aus. Dabei wurden 1933 Stunden geleistet, hinzu kamen 3163 Stunden Übungsdienste. Somit leistete jedes Feuerwehrmitglied gut 85 Stunden, das sind drei Stunden mehr als im Jahr zuvor, rechnete Frank Maaß vor.

Die Einsatzabteilung hat derzeit 37 Mitglieder, der Altersdurchschnitt liegt bei 38 Jahren. „Ein Durchschnitt von 30 wäre mir lieber, aber noch ist alles in Ordnung“, sagte der Ortsbrandmeister. In der Wehr fehle die Altersgruppe zwischen 20 und 30 fast komplett.

Froh ist man, dass es immer wieder Nachwuchs gibt, dafür sorgt die Jugendwehr – auch wenn die Integration der jungen Leute in die Einsatzabteilung nicht immer reibungslos läuft, wie Maaß berichtete. Häufig müssten sie noch „an die Hand genommen“ werden. Weil die Jugendwehr in Gödens noch jung ist, hat man damit in der Einsatzabteilung auch noch wenig Erfahrung. Die Mädchen und Jungen wechseln mit 16 Jahren in die Einsatzabteilung.

In diesem Jahr soll es unbedingt wieder eine „Heißausbildung“ geben, diese musste zuletzt krankheitsbedingt ausfallen. Weiterhin wird die Ausbildung Truppman II nun auf Ortsebene übernommen. Beides werde einen Schwerpunkt für 2016 bilden, berichtete der Ortsbrandmeister.

Gemeindebrandmeister Peter Hoffbauer unterstrich, dass es viele schwierige Einsätze gegeben hat, doch es sei überall gute Arbeit geleistet worden. Gemeindejugendwart Andreas Berger regte für die beiden Sander Jugendwehren Wettkämpfe an, ähnlich wie sie in Schortens stattfinden. Ehrengemeindebrandmeister Werner Keller erklärte sich spontan bereit, dafür einen Pokal zu stiften.