Jetzt bremst der Landkreis, NWZ  vom 19. November

Wie so häufig gilt im Landkreis Ammerland anscheinend das Credo vieler Behörden: Solange nichts passiert, wird auch nicht gehandelt. Anscheinend müssen aus den etlichen „Beinahe-Unfällen“ erst schwere Unfälle werden oder besser noch: Soll erst jemand zu Tode kommen, bevor reagiert wird? Als Anwohner der betroffenen Siedlung mit einem Arbeitsweg nach Bad Zwischenahn kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass das Tempolimit nur zu gerne von einigen Autofahrern missachtet oder gar ignoriert wird. Vollbremsungen, die nötig werden, weil aus den angrenzenden Straßen und Einfahrten nach langer Wartezeit jede noch so kleine Lücke genutzt wird, um auf die Straße zu kommen, querende Radfahrer, Fußgänger, Schüler und ältere Menschen, die knapp die Straße passieren können, zählen eben nicht. Beobachten Sie doch mal die Lage morgens zur Stoßzeit an der Tannenkampstraße/Heidkamper Weg oder an der Kreuzung vor Edeka. Ein deutlich niedrigeres Tempolimit oder ein Kreisverkehr würde allen nutzen! Platz ist dort genug! Nun mit den Baustellen ist es noch brenzliger. Es muss wohl erst ein Kind zu Fuß oder per Rad verunglücken oder ein schlimmer Autounfall passieren, bei dem jemand stirbt, damit reagiert wird.

Jessica Preuschaft Wehnen