EVERSTEN - Immer entlang der Haaren: Diesen Kurs gab die Agendagruppe Wasser bei ihrer jüngsten gewässerökologischen Radtour vor. Vom Hörneweg bis zum Schöpfwerk am Stau radelten die zwölf Teilnehmer. Die Fahrt wurde gewürzt mit historischen Anmerkungen sowie mit biologischen/ökologischen Besonderheiten in hoch- und plattdeutscher Sprache.

Die Haaren spielt als Fließgewässer eine Hauptrolle in Oldenburg. Während der Radtour, die zunächst vom Hartenschen Damm bis zum Uhlhornsweg führte, wurde ein besonderes Augenmerk auf die Entwässerung gelegt. „Putthaaren, Ofener Bäke und Ofenerdieker Bäke fließen in die Haaren“, erklärte Günter Brüning von der Agendagruppe. Bei den zunehmenden Starkregenfällen würden immer öfter Spitzen in der Wasserbelastung erreicht, bemerkte er und kritisierte: „Und damit kommt es auch häufig zu einem Abdriften der am Ufer lagernden Abfälle.“ Um den Unrat von den empfindlichen Pumpen am Hafenbecken fernzuhalten und das Stadtbild nicht zu sehr zu belasten, betreibe die Haaren-Wasseracht ein aufwendiges Rechenwerk am Prinzessinweg (Höhe Obi). Der Reinigungsrechen arbeite automatisch. „Oft, manchmal sogar dreimal in der Woche, muss der Müll, der hier gesammelt wird, abgefahren werden“, weiß Günter Brüning. Hier sammele sich nicht nur Papier- und Plastikmüll, sondern zum Beispiel auch Grasschnitt.