• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Ex-Mitarbeiter belastet Klinikleitung schwer

10.12.2014

Oldenburg Im Prozess wurden am Dienstag auch wieder mehrere Zeugen gehört. Ein ehemaliger Krankenpfleger aus dem Klinikum Oldenburg belastete dabei die ehemalige Klinikleitung schwer. Es habe „schwerwiegende Versäumnisse“ im Klinikum gegeben, sagte der Zeuge. Er sprach von deutlich mehr Reanimationen in der Herzchirurgie und in der Anästhesie des Klinikums während der Dienstzeiten vom mutmaßlichen Mörder Niels H. in den Jahren 2000 bis 2002. Die Klinik habe den Mitarbeitern aber einen „Maulkorb“ verpasst, um eine negative Berichterstattung zu verhindern.

Gegen einen ehemaligen Pflegedienstleiter des Klinikums Delmenhorst ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt wegen Totschlags durch Unterlass. Der am Dienstag als Zeuge im Mordprozess gegen den Ex-Krankenpfleger Niels H. geladene Ex-Pflegedienstleiter erfuhr im Gerichtssaal von den Ermittlungen und verweigerte daraufhin die Aussage, um sich nicht selbst zu belasten. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass insgesamt gegen sechs Mitarbeiter des Klinikums ermittelt wird.

Als Grund für die Ermittlungen nannte die Staatsanwaltschaft die jüngsten Angaben des Klinikums Oldenburg. Das Krankenhaus verwaltet für das Klinikum Delmenhorst den Medikamentenbestand in einer gemeinsamen Apotheke. Bereits 2004 wollen die Oldenburger ihre Kollegen in Delmenhorst über die stark erhöhten Bestellungen des Herzmedikaments Gilurytmal informiert haben. Mit der Arznei soll der Angeklagte seine Opfer totgespritzt haben.

Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen zwei Verantwortliche des Klinikums Oldenburg. Dabei geht es um die Frage, ob die Oldenburger von den möglichen Tötungen gewusst haben könnten.

Chronik zum Prozess: Warum stoppte niemand Niels H.?

Der 37-jährige Niels H. muss sich seit September wegen dreifachen Mordes und zweifachen Mordversuchs an Patienten im Klinikum in Delmenhorst verantworten. Inzwischen kommen aber immer mehr Verdachtsfälle an den früheren Arbeitsstätten des Mannes in Oldenburg und Wilhelmshaven hinzu - allein in Delmenhorst überprüft die Polizei den Tod von 174 Patienten.

Alle Berichte zum Krankenpfleger-Prozess finden Sie hier in einem Spezial.

Marco Seng Redakteur / Reportage-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2008
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.