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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Ex-Pfleger gesteht 33 Tötungen

09.01.2015

Oldenburg /Delmenhorst Überraschende Wende im Mordprozess gegen Ex-Krankenpfleger Niels H.. Der 38-Jährige hat mehr als 30 Tötungen im Klinikum Delmenhorst zugegeben. Neben den im aktuellen Verfahren angeklagten drei Morden und zwei Mordversuchen gestand H. gegenüber einem Gerichtspsychiater, 90 weiteren Patienten des Klinikums Delmenhorst das Medikament Gilurytmal gespritzt zu haben. 30 starben nach der Überdosierung, 60 Patienten überlebten die versuchte Tötung.

Der Gerichtspsychiater verlas am Donnerstag im Prozess vor dem Landgericht Oldenburg eine entsprechende Erklärung. Zu den Motiven äußerte sich H. demnach nicht. Dem Psychiater sagte der Angeklagte, er sei sich bewusst, dass er den Angehörigen großes Leid zugefügt habe. An die meisten Namen der betroffenen Patienten könne er sich nicht erinnern. Nach Angaben des Sachverständigen bestreitet H., an seinen anderen Arbeitsstätten Menschen geschadet zu haben.

Das Klinikum Delmenhorst lehnt eine Mitverantwortung ab. „Entsetzlich ist, dass das Geständnis tröpfchenweise kommt“, sagte Klinikum-Anwalt Erich Joester der NWZ.

Die Nebenklage vermutet höhere Opferzahlen. „Wir gehen von einem größeren Umfang aus“, sagte Anwältin Gaby Lübben der NWZ. Polizei und Staatsanwaltschaft kündigten eine Aufklärung aller Sterbefälle an. In Ermittlerkreisen war von einem „taktischen Geständnis“ die Rede. „Da fehlen noch 200 Tote“, hieß es.

Marco Seng Redakteur / Reportage-Redaktion
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